24.11.2021 06:00 |

Corona-Regelchaos

Schulen und Lockdown: Diese Fragen quälen Eltern

Die Lockdown-Regelung an den Schulen wirft bei Eltern immer mehr neue Fragen auf. Die „Krone“ versucht einige davon zu beantworten.

Wie denken andere Eltern über die Lockdown-Regelung?
„Eltern hätten sich mehr Klarheit gewünscht, aber jetzt ist es so, wie es ist, und man muss das Beste daraus machen“, sagt Elternvertreter Christoph Drexler zur „Krone“. Er rät Eltern, die Entscheidungsfreiheit nun „auch zu nützen“ und sich „kein schlechtes Gewissen einreden zu lassen“.

Wie sicher ist das Testsystem an den Schulen?
Testchaos gibt es fast überall, wohin man blickt. Besser funktioniert es an den Schulen. Dort finden seit Semesterbeginn dreimal pro Woche Corona-Tests statt. In Wien ein Antigen-Test und zwei der zuverlässigeren PCR-Tests, in allen anderen Bundesländern zwei Antigen- und ein PCR-Test. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) ist freilich voll des Lobes für dieses System, aber nicht nur er. Auch Virologin Dorothee von Laer bezeichnet dieses im „Krone“-Gespräch als ein „optimales Programm“. Denn infizierte Kinder würden mit den Antigen-Tests „gut rausgefischt“. Mit einem zusätzlichen PCR-Test sei man „auf der sicheren Seite“.

Finden denn nun Schularbeiten und Tests statt?
Eine klare Vorgabe seitens des Ministeriums gibt es nicht, Schulen müssen darüber individuell entscheiden. Auch in Zeiten vor Corona gab es keine Mindestschülerzahl, die anwesend sein musste, damit eine Schularbeit oder ein Test abgehalten wird. Bizarr: Schulveranstaltungen, etwa Skikurse, finden hingegen nur statt, wenn mindestens 70 Prozent teilnehmen.

Wäre flächendeckendes Distance Learning nicht die bessere Variante?
Sechs- bis 14-Jährige sind die am stärksten von Infektionen betroffene Altersgruppe. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei ihnen mittlerweile bei 2426. Die Rufe nach flächendeckendem Distance Learning werden lauter. Bildungs- und Gesundheitsministerium haben sich nun auf Wunsch der Länder auf eine neue Regelung geeinigt. Demnach sollen Klassen ab dem zweiten Infektionsfall für fünf Tage ins Distance Learning geschickt werden. Die Regelung soll spätestens am kommenden Montag in Kraft treten, präzisierte Faßmann am Dienstagabend im ORF-„Report“.

Sandra Schieder
Sandra Schieder
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