Rabiater Mediziner

Mühlviertler Zahnarzt (55) blitzte mit Berufung ab

Nur dank seiner Unbescholtenheit war ein Mühlviertler Zahnarzt im Mai im Landesgericht Linz mit einer teilbedingten Geldstrafe von 24.000 Euro (6000 Euro unbedingt) davongekommen. Doch selbst damit wollte er sich nicht abfinden, legte Schuld- und Strafberufung ein. Das OLG bestätigt nun das Ersturteil.

Der Mediziner war am 10. Oktober 2020 festgenommen worden, nachdem er in einem Lokal in Aigen-Schlägl weibliche Gäste belästigt haben soll. Als Polizisten einschritten, kam es zu einer Rangelei, bei der mehrere Beamte verletzt wurden. Der Zahnarzt widersetzte sich der Festnahme, wollte sich auch keine Handfesseln anlegen lassen. „Ich fi... euch beide, ich bringe euch um“, drohte er zwei Beamten. Auch, dass er Corona habe und sie anspucken wolle, behauptete er: „Wenn du Kinder hast, sind sie bald tot“, kündigte er einem der Beamten an.

Polizisten verleumdet
Nach einer Nacht in der Anhaltezelle behauptete der 55-Jährige in einem Facebook-Posting, er sei von Polizisten misshandelt und gequält worden. Man habe ihm eine Pistole an den Kopf gehalten und gedroht, abzudrücken. Gegen zwei Beamte wurden daraufhin sogar Ermittlungen eingeleitet, die später eingestellt wurden.


Gegen seine erstinstanzliche Verurteilung u. a. wegen des Verbrechens der Verleumdung sowie gegen die Strafhöhe legte der Arzt Berufung ein. Ein OLG-Senat bestätigte nun aber beides - rechtskräftig!

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Mittwoch, 01. Dezember 2021
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