24.10.2021 11:09 |

Höchster Sonntagswert

Hoffen auf Rückgang der Zahlen durch Herbstferien

Mit dem höchsten Sonntagswert in diesem Jahr spitzt sich die Corona-Lage in Österreich wieder zu: Am Sonntag wurden (Stand: 9.30 Uhr) 3624 Neuinfektionen gemeldet, im Durchschnitt wurden in den vergangenen sieben Tagen 3261 neue Fälle verzeichnet. Die Hoffnung des Krisenstabs ist nun die Reduktion der Kontakte in den Herbstferien, die einen Rückgang der Corona-Fälle bewirken könnte. Auch wird weniger getestet - und somit gemeldet - werden. Die damit eintretende Ruhe vor dem möglichen Virensturm könnte aber trügerisch sein.

Durch die Herbstferien könnte eine deutliche Abnahme bei den Fallzahlen herbeigeführt werden, hieß es am Samstagvormittag aus dem Krisenstab der heimischen Bundesregierung. Doch Coronaviren-Entwarnung können und wollen die Experten – auch aufgrund der bisherigen Statistiken – deswegen nicht geben. Ganz im Gegenteil. Zumal Insider nach dieser Atempause wieder mit einer zeitverzögerten Steigerung der Corona-Fälle rechnen.

Dass die Zahlen kurzfristig sinken dürften, sei folgenden Faktoren geschuldet: Im Urlaub, speziell also in den kommenden Ferientagen, wird naturgemäß vom Alltag abgeschaltet, und damit besteht auch weniger Zeit oder Wille zu bisweilen aufwendigen Testungen. Folglich können von den Behörden auch weniger aktive Fälle ins Meldesystem eingespeist werden.

Aus Erfahrungen und bisherigen Beobachtungen glauben die Gesundheitsfachleute zudem, dass auch die ferienmäßig bedingte Kontaktreduktion durchaus einen gewissen mildernden Effekt auf die Virusverbreitung haben könnte. Allerdings werde dieser Effekt erst zeitverzögert eintreten.

Sieben-Tage-Inzidenzen in Europa steigen wieder
Das alles ist also sicher kein Grund zum Jubeln. Denn bekanntlich bringen viele Reiseheimkehrer das Virus dann mit nach Hause. In den allermeisten europäischen Ländern sind die Sieben-Tage-Inzidenzen stark im Steigen.

Rekord bei Neuinfektionen und Todesfällen in Russland
Russland etwa hat am Samstag erneut einen Höchststand bei der täglichen Zahl der Corona-Todesfälle verzeichnet. Nach Angaben der Regierung starben binnen 24 Stunden 1075 Menschen an den Folgen der Virus-Erkrankung. Auch bei den Neuinfektionen registrierte das Land einen neuen Höchststand: Am Samstag wurden 37.678 Ansteckungen gemeldet. Seit Pandemiebeginn wurden in Russland offiziell 229.528 Tote gezählt - das ist die höchste Zahl in Europa. Laut der Statistikbehörde Rosstat starben bis Ende August sogar mehr als 400.000 Menschen an Covid-19.

Weiterhin appellieren Mediziner wie der Wiener Ärztekammer-Präsident Dr. Thomas Szekeres oder auch Bundeskanzler Alexander Schallenberg an die Bevölkerung: „Impfen, impfen, impfen.“

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