21.10.2021 12:05 |

10,85 Mrd. Euro Erlös

Abwicklung der Kärntner Pleitebank Hypo erledigt

Die Heta Asset Resolution AG, die Abwicklungsgesellschaft der ehemaligen Hypo Alpe Adria Group, hat ihre Aufgabe erfüllt und die Abwicklung der Kärntner Pleitebank abgeschlossen. In ihrer Hauptversammlung am Mittwoch hat die Abwicklungsgesellschaft die vorzeitige Endverteilung von 149,15 Millionen Euro an die Gläubiger beschlossen - der Gesamterlös aus der Verwertung der Assets im Zuge der geordneten Abwicklung beläuft sich laut Finanzmarktaufsicht (FMA) somit auf 10,85 Milliarden Euro.

Mit Genehmigung der Endverteilung durch die FMA in ihrer Funktion als Abwicklungsbehörde sei die wirtschaftliche Abwicklung der Hypo-Nachfolgerin „Heta“ durch den Abbau des Portfolios abgeschlossen und die Voraussetzung für eine gesellschaftsrechtliche Liquidation geschaffen, teilte die Aufsicht am Donnerstag mit. Ein etwaiger Liquidationserlös werde ebenfalls auf die Gläubiger berücksichtigungsfähiger Verbindlichkeiten verteilt werden.

Hypo-Nachfolgerin „Heta“ wurde 2015 zur Abwicklung installiert
Der Erlös von 10,85 Milliarden Euro entspricht laut FMA einer Befriedigungsquote von 86,32 Prozent. Als die „Heta“ der FMA 2015 zur geordneten Abwicklung übertragen wurde, gingen die Gutachten im Falle der Abwicklung gemäß den damals neuen gesetzlichen Regeln von einem Erlös von 7,3 Milliarden Euro aus, also einer Befriedigungsquote von rund 46,02 Prozent. Im Falle eines Insolvenzverfahrens nahmen die Gutachten damals eine Quote von lediglich 35 Prozent an.

FMA-Vorstände zufrieden
„So schmerzhaft und kostspielig das Scheitern der Hypo-Alpe-Adria-Gruppe auch war, das neue europäische Abwicklungsregime hat sich beim ersten Realitätstest zum Erhalt und zur bestmöglichen Realisierung der Vermögenswerte bewährt“, erklärten die FMA-Vorstände Helmut Ettl und Eduard Müller laut Mitteilung.

„Da die Immigon, die Abwicklungsgesellschaft des ehemaligen Spitzeninstituts des Volksbankensektors, ihre privatwirtschaftliche Abwicklung bereits erfolgreich abgeschlossen hat, und die KA-Finanz ihren Abwicklungshorizont auf 2023 verkürzen konnte, sind die Bankpleiten, die die globale Finanzkrise 2008 in Österreich verursacht hat, damit im Wesentlichen aufgearbeitet.“

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