Trauer um „Bruno“

Wildbiologe: „Die Katzen jagen viele kleine Tiere“

Oberösterreich
15.10.2021 07:01
Die Trauer um Kater „Bruno“ ist beim Ehepaar Hummer in Feldkirchen/Donau groß. Und auch der Ärger, denn es vermutet, wie berichtet, dass Jäger ihre Samtpfote getötet haben. Christopher Böck, Geschäftsführer der Landesjagdverbandes und Wildbiologe, weist daraufhin, dass die Katzen auch viele Kleintiere töten.

Es ist ein großes Spannungsfeld: Jeder versteht Katzenbesitzer, die traurig und wütend sind, wenn ihr Liebling getötet wird. Besonders die 300-Meter-Regel – ab diesem Abstand zu einem Haus ist der Abschuss erlaubt – stört viele Katzenfreunde.

Christopher Böck, OÖ Landesjagdverband (Bild: © Harald Dostal)
Christopher Böck, OÖ Landesjagdverband
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Die Kritik von den Katzenbesitzern an der Jägerschaft ist zwar nachvollziehbar, aber oft auch unfair, weil nicht gerechtfertigt.

Landesjagdverbandgeschäftsführer Christopher Böck

Streuner sind ein Problem
Christopher Böck vom Landesjagdverband hat Verständnis, kennt als Wildbiologe aber auch die Kehrseite der Medaille und sagt: „Zum Glück hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren bei der Jägerschaft einiges getan. Es gab und gibt ein Umdenken. So lange eine Katze einem Besitzer zuordenbar ist, wird man sie kaum schießen. Andererseits würde ich mir bei den Katzenbesitzern auch etwas mehr Verständnis wünschen.“ Denn der Kastrationspflicht werde kaum nachgegangen. Gleichzeitig seien besonders streunende Katzen ein echtes Problem für Kleingetier, also Vögel, Eidechsen, Frösche sowie Kleinsäuger wie Spitzmäuse und Junghasen. Böck: „Als Jäger haben wir den Auftrag für einen artenreichen Wildbestand zu sorgen und das Wild vor Beutegreifern wie Katzen zu schützen.“

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