Neuer AK-Chef Stangl

„Möchte ein Präsident für alle Arbeitnehmer sein“

Einige Tränen seien geflossen, nachdem er einstimmig zum künftigen Präsident der Arbeiterkammer OÖ nominiert wurde, gestand Andreas Stangl am Mittwoch. Ende November soll er Johann Kalliauer nachfolgen.

Die Machtverhältnisse in der AK sind klar. Die Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) stellt 79 der 110 Kammerräte in der Vollversammlung – fast eine Dreiviertel-Mehrheit. Mit dem Votum der FSG für Stangl ist somit fix, dass der laut Noch-Präsident Johann Kallliauer „Gewerkschafter mit Ecken und Kanten“ sein Nachfolger wird.

Ohne Konflikt
Offenbar ohne Konflikt unter den Teilgewerkschaften. Stangl betonte, dass er als Privatangestellten-Gewerkschafter von den Metallern, der größten Teilorganisation, nominiert wurde. Die anschließende Wahl in der FSG erfolgte einstimmig. Ende November soll die Kür in der AK-Vollversammlung folgen.

Nicht mehr in Fraktionen denken
Für seine Funktion an der Spitze der Kammer will Stangl nicht mehr in Fraktionen denken: „Ich möchte ein Präsident für alle Arbeitnehmer sein, egal ob Gewerkschaftsmitglied oder nicht, egal ob rot, schwarz, blau oder grün.“ Deshalb werde er auch mit allen Fraktionen in der AK noch vor der Wahl Gespräche führen. Einen Konsens strebt Stangl auch in der Sozialpartnerschaft an, wenn auch mit Grenzen. „Wenn jemand glaubt, er kann die Arbeitnehmer über den Tisch ziehen, dann stößt er auf meinen Widerstand“, gibt er sich kämpferisch.

Weichen gestellt
Mit der AK-Entscheidung für Stangl seien auch die Weichen beim ÖGB in Oberösterreich gestellt, ergänzt Kalliauer. Diesen Vorsitz soll Stangl im Februar übernehmen.

 OÖ-Krone
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Dienstag, 26. Oktober 2021
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