11.09.2021 18:24 |

Polizei im Großeinsatz

Maßnahmen-Frust und Impfskepsis bei Demos in Wien

Am Samstag haben in Wien wieder mehrere Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen stattgefunden. Eine größere Aktion wurde im Resselpark beim Karlsplatz abgehalten - rund 2000 Demonstranten nahmen daran teil. Am späten Nachmittag zogen diese und weitere Demonstranten zum Westbahnhof - als sie sich über die Mariahilfer Straße aber wieder Richtung Innenstadt bewegen wollten, wurden sie von einer Polizeikette aufgehalten. Bereits zuvor war es zu Auseinandersetzungen mit Polizisten gekommen.

Kurz vor 13 Uhr setzten sich erste Demo-Züge vom Schweizergarten in der Nähe des Hauptbahnhofs in Richtung Innenstadt in Bewegung. Gegen 13.30 Uhr fanden sich die Demonstranten dann im Resselpark vor der Karlskirche ein. Laut Polizei waren zu Beginn rund 1000 Personen dabei.

Demo-Teilnehmer zu Spendenzahlungen aufgerufen
Gegen 14 Uhr startete im Resselpark offiziell die Kundgebung, Organisator Martin Rutter hielt eine Rede, die etliche Falschinformationen enthielt. Zahlreiche Teilnehmer schwenkten rot-weiß-rote Transparente mit der Aufschrift „Kurz muss weg!“. Sprechchöre mit derselben Botschaft wurden immer wieder angestimmt. Anschließend wurden die Demo-Teilnehmer zu Spendenzahlungen aufgerufen.

Vor dem Bundeskanzleramt am Ballhausplatz fand bereits gegen 12.30 Uhr eine Aktion für medizinisches Personal statt, das sich gegen einen „Impfzwang“ einsetzen will. Organisiert wurde diese Kundgebung von der Demokratischen Familienpartei. Laut Exekutive erschienen etwa 500 Teilnehmer. Anhänger dieser Demonstration trafen kurz nach 15 Uhr ebenfalls noch im Resselpark ein.

Gegen 16.30 Uhr zog der gesamte Demo-Zug nach zahlreichen Reden vom Resselpark dann über die Linke Wienzeile in Richtung Westbahnhof. Die Wiener Polizei warnte vor Verkehrsbehinderungen. Auf Höhe des Naschmarkts kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten.

Kurz vor 18 Uhr trafen die Demonstranten auf Höhe Westbahnhof ein, wo die Kundgebung ihren Abschluss fand.

Kundgebung vor ORF-Zentrum
Bereits am Vormittag hatte sich eine kleine Gruppe an Demonstranten vor dem ORF-Zentrum am Küniglberg versammelt. Holocaustleugner Gottfried Küssel war mit etwa 20 Anhängern vor Ort. Später wurde er am Karlsplatz gesichtet.

Bei einem weiteren Versammlungspunkt seien laut „Krone“-Infos Dutzende Autos mit Aufschrift der deutschen AFD gesichtet worden.

Laut Polizei wurde in Wien eine Gegendemo mit etwa 400 Teilnehmern angemeldet. Die Wiener Polizei war jedenfalls mit einem Großaufgebot im Einsatz.

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