Forschungsreise:

Steyrer Geologe nahm Theo (2) mit nach Grönland

Polareis statt Planschbecken: der zweijährige Theo aus Steyr erlebte in Grönland einen Sommer, der noch deutlich kühler war als bei uns. Mit seinen Eltern, der Vater ist der Geologe und Abenteurer Gerald Raab (34), reiste der Knirps für ein Forschungsprojekt zum Gletscherrückgang drei Wochen lang in den hohen Norden mit.

„Wir sind nach drei Tagen endlich im Forschungsgebiet angekommen und blickten auf das offene Meer – Eisberge soweit das Auge reicht“, berichtet Gerald Raab aus Steyr: „Es war ein faszinierendes Spektakel, dessen Ursprung nur wenige Seemeilen entfernt liegt. Die Gletscher am Festland bei Ilulissat kalben riesige Eismassen in das Meer. Durch Wind, Welle und Strömungen treiben sie durch die Disko-Bucht und stranden teilweise vor der Küste von Disko Island bei Qeqertarsuaq, unserem Forschungsgebiet.“

„Achtsamer mit Kleinkind“
Das Ziel der vom Schweizer Polarforschungsinstitut (SPI) finanzierten Expedition war es, Gesteinsproben von glazialen Ablagerungen zu nehmen, um daraus den Gletscherrückgang zu rekonstruieren. Mehr als 150 Kilo Probenmaterial wurden mit Rucksäcken von Küsten und Plateaubereichen zusammengetragen.

Und Theo? „Bei der Geländearbeit mit einem Kleinkind ist man viel präsenter und achtsamer. Auch die Beschreibungen im Gelände müssen „kindgerecht“ sein, da tun sich dann neue Perspektiven zur Landschaft auf“, so der Vater.  Doch warum ein Kleinkind zu so einem Abenteuer mitnehmen? „Theo will mir ständig bei allem helfen. Mit Hammer und Meißel hat er bei jedem Wetter Spaß gehabt“, sagt Raab. Mama Michaela Roßmann (35) war als Bergführerin mit.

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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Samstag, 25. September 2021
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