Die am Dienstag beginnenden und bis 5. September angesetzten Paralympics in Tokio werden nach Angaben der Organisatoren unter sehr schwierigen Umständen ablaufen! Das Großereignis stünde wegen Corona unter dem Eindruck überlasteter japanischer Krankenhäuser ...
Die Zeitung „Asahi“ berichtete, dass ein Spital den Organisatoren die mögliche Aufnahme von Teilnehmern an den Spielen verweigert hatte, da in Japan ansässige Covid-19-Patienten Priorität hätten. Die Anzahl der ausländischen Teilnehmer an den Weltspielen für Sportlerinnen und Sportler mit Beeinträchtigung liegt zwar bei nur rund einem Drittel der Zahl bei den vor knapp zwei Wochen zu Ende gegangenen Olympischen Spielen, doch hat sich die Gesundheitssituation weiter verschlechtert bzw. die tägliche Zahl der Corona-Fälle erhöht.
Am Freitag wurden deswegen u.a. bei einer Pressekonferenz die japanischen Paralympics-Offiziellen dazu aufgerufen, nicht in Gruppen zu essen oder zu trinken. Für diesen Tag wurden unter Teilnehmern an den Paralympics zwölf positive Covid-Fälle vermeldet, darunter befinde sich ein Aktiver. Unabhängig davon plant Japan, die Zahl der täglichen Covid-19-Tests zu erhöhen.
Am Donnerstag hatte es landesweit erstmals mehr als 25.000 neue positive Fälle gegeben. Die meisten Infektionen gibt es bei den 40- bis 59-Jährigen, der Großteil davon sei nicht gegen Corona geimpft.
In anderen Ländern wie etwa den USA würde rund zehnmal so oft getestet wie in Japan. Wegen der alarmierenden Corona-Infektionslage hatte Japan am Dienstag den Notstand für Tokio bis 12. September verlängert und auf weitere Präfekturen ausgeweitet. Eine Auswirkung davon auf die Verhaltensweisen der Bevölkerung ist aber kaum auszumachen. Beim Notstand geht es auch primär lediglich darum, dass Restaurants keinen Alkohol anbieten und früher schließen sollen.
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