Vorfall in Klagenfurt

„Gift-Tauben“ als Todesfalle für Raubvögel

Kärnten
06.08.2021 20:07

Nachdem ein 73-jähriger Pensionist im Juni in einem Waldstück in Klagenfurt pink gefärbte Taubenfederteile entdeckt hatte, informierte er Polizei und Tierschutzexperten. Nach einer Laboruntersuchung stellte sich nun heraus, dass es sich bei der Farbe um ein in Österreich verbotenes Gift handelt, das Taubenzüchter gegen Greifvögel einsetzen!

Bereits seit 2009 sind in Europa Fälle bekannt, bei denen sogenannte „Kamikaze-Tauben“ im Kampf gegen Greifvögel eingesetzt werden. Ihr Nacken wird mit Gift behandelt. Dabei handelt es sich meist um den seit Jahren verbotenen Wirkstoff Carbofuran. „Diese illegale Methode wenden leider vor allem gewisse Taubenzüchter an. Sie tragen das Gift auf bestimmte Vögel auf, um ihre hochwertigen Exemplare zu schützen“, so ein Polizist.

Auch für Menschen und Hunde gefährlich
Doch damit nicht genug. Wie der aktuelle Fall in Klagenfurt zeigt, werden die Tauben auch mit Farbe markiert. Zudem wird ein Teil der Schwingfedern gerupft. Dadurch werden sie zu einer leichten Beute für Falken. „Die Greifvögel nehmen das Gift über die Schleimhaut auf und verenden kurz darauf. Ihre Kadaver können das Gift aber auch an Aasfresser oder Hunde übertragen!“, warnen Tierexperten. Das Gift kann zudem bei Menschen zu Vergiftungen führen.

Die Polizei ersucht die Bevölkerung um Hinweise unter: 059133/2586 (PI Viktring)

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