21.07.2021 06:30 |

Experte klärt auf

Hochwasser: Acht Experten-Tipps für den Ernstfall

Wie bereitet man sich am besten auf eine Flut vor? Was macht man, wenn die Wassermassen schon da sind? Der steirische Zivilschutz-Experte Heribert Uhl gibt den „Krone“-Lesern acht wichtige Praxis-Tipps.

Geflutete Dörfer, einstürzende Häuser, kein Strom, kein Internet: Unwetter sind derzeit ein großes Thema. Nicht nur in unserem Nachbarland Deutschland, sondern auch bei uns in Österreich besteht noch immer erhöhtes Risiko. Aber was tun, wenn es ernst wird? Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie.

Das sollten Sie zu Hause haben: Gummistiefel und Sandsäcke. Ungefüllte Sandsäcke erhalten Sie im Baumarkt oder in Online-Shops. Sie sollten die Säcke an vor UV-Strahlen geschützten Orten lagern.

Schnell reagieren: Bei einer Hochwasserwarnung sollten Sie mit Sandsäcken dichtmachen, was möglich ist. Tritt Wasser ins Haus oder in die Wohnung ein, versuchen Sie es wegzuschaufeln oder abzuleiten. Wenn das nichts mehr hilft, ist es höchste Zeit, die Feuerwehr zu rufen!

Nicht Autofahren: Vom Autofahren bei Hochwasser rät Heribert Uhl, Geschäftsführer des Zivilschutzverbands Steiermark, dringend ab: „Wenn Sie in einem überfluteten Gebiet mit dem Auto fahren, kann das sehr gefährlich werden. Das Risiko, im Auto eingesperrt zu sein, ist sehr hoch.“

Im Haus bleiben: Grundsätzlich ist es am besten, wenn Sie versuchen, im Haus zu bleiben und in ein höher gelegenes Stockwerk zu gehen, um dem Wasser auszuweichen. Ist das Haus allerdings einsturzgefährdet, sollten Sie es sofort verlassen und am besten bei Freunden oder Bekannten eine Unterkunft suchen.

Anweisungen befolgen: Wenn die Einsatzkräfte Sie auffordern, das Haus zu evakuieren, sollten Sie das schnellstmöglich tun. Zögern Sie nicht, es kann jede Minute zählen.

Informieren Sie sich rechtzeitig: Ob Sie in einem gefährdeten Gebiet wohnen und auf welche speziellen Gefahren Sie sich einstellen sollten, erfragen Sie am besten in Ihrem Gemeindeamt.

Hier gilt besondere Vorsicht: In der Nähe von Bächen und Flüssen sowie Hängen ist derzeit besondere Vorsicht geboten. Durch die großen Regenmengen kann es vor allem hier zu Überflutungen oder Hangrutschungen kommen.

Notversorgung: Man sollte immer eine Notration an Lebensmitteln für eine Woche zu Hause haben. Empfohlen sind 14 Liter Wasser pro Person.

Grundsätzlicher Rat des Experten: „Egal, was passiert, bewahren Sie Ruhe!“

Katrin Löschnig und Paul Greistorfer, Kronen Zeitung

 Kronen Zeitung
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