Zu wenig Beamte

Personalmangel bei Polizei: So drastisch ist die Lage

Kärnten
17.02.2011 18:54
Einen „eklatanten Personalmangel bei der Polizei in Kärnten“ beklagt SPÖ-Obmann Peter Kaiser. Er fordert, dass öffentliches Geld, das für private Sicherheitsdienste ausgegeben wird, in zusätzliches Personal und zeitgemäße Ausbildung und Ausrüstung der Polizei investiert wird. Derzeit gibt es in Kärnten etwa 2.000 Polizisten.

„Die Sicherheit der Menschen wird immer eine öffentliche Aufgabe bleiben“, meint Kaiser. „Private Sicherheitsdienste können nicht Aufgaben der Exekutive übernehmen.“

Die Polizei müsse aber entsprechend aufgestellt sein. „In Kärnten sind in den vergangenen Jahren 200 Stellen abgebaut worden. Innenministerin Fekter hat die Personalprobleme durch Untätigkeit verschärft“, kritisiert der SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Schober. Er fordert die sofortige Einberufung von Grundausbildungskursen für Kärntner Polizisten in Krumpendorf.

Zusatzaufwand für Polizei durch Bettelverbot
Heftig kritisiert wird von der SPÖ und den Polizeigewerkschaftern Helmut Treffer und Herwig Röttl das von FPK und ÖVP geplante Bettelverbot (siehe Infobox). Agressives Betteln sei ohnehin schon verboten. „Die geplante Neuregelung bedeutet, dass den immer weniger werdenden Polizisten immer mehr Arbeit aufgebürdet wird“, erklärt Kaiser.

Röttl, der erst vor kurzem im Dienst verletzt worden ist, verlangt verstärkt einsatzbezogene Ausbildung. Er plädiert auch für härtere Strafen bei Widerstand gegen die Staatsgewalt.

von Waltraud Dengel, Kärntner Krone

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