Wie einst bei Ramos?

UEFA prüft Spielberichte: Droht Bayern noch Ärger?

Champions League
11.03.2026 13:21
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Droht den Bayern nach dem souveränen 6:1-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Atalanta noch Ärger? Dass sowohl Joshua Kimmich als auch Michael Olise jeweils ihre dritte Gelbe Karte abgeholt haben und damit im Rückspiel gesperrt sind, sorgt für Aufregung. Während die UEFA die Spielberichte prüft, gibt man sich in München gelassen. Eine Situation wie einst bei Real-Legende Sergio Ramos sieht man nicht. 

Kimmich und Olise sahen gegen Atalanta wegen Zeitspiels jeweils ihre dritte Gelbe Karte und fallen damit für das kaum mehr relevante Rückspiel aus, wären aber im Viertelfinal-Schlager gegen Manchester City oder Real Madrid dabei – oder auch nicht.

Die UEFA erklärte zwar auf dpa-Anfrage, dass entsprechend den Regeln Kimmich und Olise im Rückspiel gesperrt sind. Gleichzeitig betonte aber ein Sprecher des Kontinentalverbandes, dass die offiziellen Spielberichte der Partien am Dienstag derzeit geprüft werden: „Sobald Vorfälle gemeldet werden, werden Verfahren eingeleitet. Sollten diese zu Disziplinarmaßnahmen führen, werden diese auf der UEFA-Disziplinar-Homepage veröffentlicht.“ Das könne in den kommenden Tagen erfolgen.

Keine Angst vor längeren Sperren für Kimmich und Olise
Sorge vor einer längeren Sperre war beim deutschen Rekordmeister nach dem Spiel nicht zu vernehmen. „Wir haben geführt, wir haben auf Zeit gespielt, dann bekommst du Gelbe Karten“, sagte Sportvorstand Max Eberl. Die UEFA hatte einst Real Madrids Kapitän Sergio Ramos für zwei Partien in ihren Wettbewerben gesperrt, weil er sich im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Ajax Amsterdam eine Gelbe Karte abgeholt hatte.

Real-Legende Sergio Ramos wurde einst bestraft, weil er sich absichtlich eine Gelbe Karte geholt ...
Real-Legende Sergio Ramos wurde einst bestraft, weil er sich absichtlich eine Gelbe Karte geholt hatte.(Bild: AFP/ APA/LLUIS GENE)

Ramos hatte nach dem Spiel allerdings auch eingeräumt, eine Verwarnung provoziert zu haben. Derartiges war von Kimmich und Co. nicht zu hören. „Generell bin ich schon einer, der jedes Spiel machen möchte“, sagte Kimmich und wies auf den Gegenspieler hin. „Ich glaube, wenn der nicht durchdreht, dann gibt es auch keine Gelbe Karte. Ich habe schon lange gebraucht, wollte jetzt nicht ins Pressing reinspielen. Ich habe zu lange gebraucht, auf jeden Fall. Ich glaube trotzdem, wenn der nicht auf mich zustürmt, lässt der Schiri es vielleicht durchgehen.“ Absichtlich habe man sich die Verwarnung nicht abgeholt, sagte Kimmich. „Unnötiges Zeitspiel auf jeden Fall. Am Ende haben wir jetzt die Quittung, dürfen nicht mitspielen, fertig.“

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