„Wäre ungerecht“

Todesurteil zwei Tage vor Vollstreckung aufgehoben

Ausland
11.03.2026 13:38
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Gouverneurin des US-Bundesstaates Alabama hat zwei Tage vor der geplanten Vollstreckung ein Todesurteil gegen einen 75-Jährigen aufgehoben. Die republikanische Gouverneurin Kay Ivey wandelte nach eigenen Angaben das Todesurteil gegen Charles „Sonny“ Burton am Dienstag (Ortszeit) in lebenslange Haft ohne Bewährung um.

Burton hätte am Donnerstag hingerichtet werden sollen. Die Exekution sollte durch Stickstoff erfolgen – eine in Alabama erst seit Kurzem angewendete Methode der Todesstrafe.

Bei Überfall beteiligt
Burton ist einer von sechs Männern, die 1991 an einem Raubüberfall auf ein Geschäft in Talladega in Alabama beteiligt waren, bei dem ein Kunde getötet wurde. Die Ermittlungen ergaben, dass Burton nicht den tödlichen Schuss abgefeuert hatte, dennoch wurde er als Mittäter wegen Mordes 1992 zum Tode verurteilt.

Mörder starb in Haft
Ivey erklärte nun, es wäre „ungerecht“, Burton hinzurichten. Er habe das Opfer nicht erschossen, den Schützen nicht angewiesen, das Opfer zu erschießen und das Geschäft zum Zeitpunkt des Schusses bereits verlassen. Der tödliche Schuss war von einem Mann namens Derrick DeBruce abgegeben worden. Er war ebenfalls zum Tode verurteilt worden, seine Strafe wurde ebenfalls in lebenslange Haft ohne Bewährung umgewandelt, er starb im Gefängnis.

Nach Angaben der auf die Dokumentation von Todesstrafen spezialisierten Organisation Death Penalty Information Center wurden in den USA in diesem Jahr bisher fünf zum Tode verurteilte Menschen hingerichtet. In 23 der 50 US-Bundesstaaten wurde die Todesstrafe abgeschafft.

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