Ein hochklassiges Männer-Elitefeld geht heuer beim Vienna City Marathon am 19. April auf Jagd nach einer Spitzenzeit. Schnellster ist Oqbe Kibrom aus Eritrea (2:05:37). ÖLV-Rekordler Aaron Gruen, der erstmals in Wien läuft: „Das Rennen verspricht ein sehr hohes sportliches Niveau. Für mich wird es eine echte Herausforderung sein, mich im gesamten Feld einigermaßen zu behaupten!“
Neben Kibrom weisen auch Tafese Delegen aus Äthiopien (2:06:11) sowie die Kenianer Sanley Kugat (2:07:05) und Albert Kangogo (2:07:26) großartige persönliche Bestzeiten auf. Gruen, der seit einem Jahr den ÖLV-Rekord mit 2:09:53 hält, sagt: „Diese Läufer haben Spitzenleistungen erbracht, die deutlich über meiner eigenen Bestzeit liegen. Ich werde aber natürlich mein Bestes geben und freue mich sehr auf Wien und das Rennen!“
Testlauf in den USA
Seinen letzten großen Test vor dem Vienna City Marathon bestreitet der in Harvard studierende Aaron Gruen bei einem Halbmarathon in den USA am 21. März. Eine Prognose, welche Zeit er in Wien laufen kann und vielleicht sogar seinen Rekord brechen kann, will er nicht abgeben. „Mein weiß ja auch nicht, welche Bedingungen am Tag des Rennens herrschen werden.“
Kibrom ist zumindest nach seinen guten Vorbereitungen für den Vienna City Marathon gerüstet. Vor vier Jahren war er beim VCM 2022 schon kurz davor, seinen ersten Marathonsieg zu feiern. Nach 30 Kilometern setzte er sich im Prater an die Spitze und schien einem souveränen Sieg entgegenzulaufen. Cosmas Muteti aus Kenia überholte Kibrom aber noch, der in 2:07:25 schließlich den dritten Platz belegte. Dies ist bis heute seine beste Marathon-Platzierung. Auch in Florenz 2021 war er Dritter.
Qualität eines Champions
Dass Kibrom die Qualität eines Champions hat, beweisen mehrere Topleistungen. Dreimal konnte er bereits unter 2:06 Stunden laufen. Von Valencia 2021 in 2:05:53 und Barcelona 2023 in 2:05:51 steigerte er sich auf 2:05:37 in Berlin 2024. Im Vorjahr lief er in Daegu in 2:06:04 einen weiteren starken Marathon und landete auf Rang vier. Erst im Jänner 2026 zeigte er in Doha mit 2:07:55 erneut eine beachtliche Performance. Die Zeit scheint reif für seinen ersten Marathonsieg.
Kibrom wird von zwei Afrikanern herausgefordert, die ebenfalls vor zwei Jahren ihre persönlichen Bestzeiten erzielten: Der Äthiopier Tafese Delegen lief in Sevilla 2:06:11, Stanley Kurgat aus Kenia erzielte in Berlin 2:07:05, wobei er in diesem Rennen sieben Plätze hinter Kibrom ins Ziel kam.
Für das VCM-Frauenrennen wurde bereits Titelverteidigerin Bettey Chepkkemoi als erste Topathletin vorgestellt.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.