Experten besorgt

Alarm: Jeder Zweite hatte bereits mit Drogen zu tun

Kärnten
18.02.2011 08:40
Trotz Beratungsstellen und scharfer Kontrollen nimmt die Zahl der Drogenkonsumenten in Kärnten zu; das zeigt auch eine Umfrage von kaerntnerkrone.at. Die Hälfte der Befragten gab an, bereits mit Drogen zu tun gehabt zu haben. Experten sehen enorme Probleme – mehr Süchtige bedeuten auch mehr Angehörige, die darunter leiden.

Wie berichtet, wird Kärnten immer mehr von Drogen überschwemmt. Das belegt auch eine anonyme Umfrage von kaerntnerkrone.at. Mehr als ein Viertel gab dabei an, bereits Drogen konsumiert zu haben, weitere drei Prozent haben sogar schon selbst gedealt. Insgesamt hatte rund die Hälfte der Befragten bereits etwas mit Drogen am Hut - mehr dazu in der Infobox.

Mix von Suchtmitteln, Alkohol und Medikamenten
Offizielle Statistiken über die Anzahl der Drogenkonsumenten in Kärnten gibt es bisher nicht. „Tatsächlich bemerken wir aber eine sehr starke Zunahme“, seufzt Christoph Schneidergruber, Leiter der vier Suchtberatungsstellen der Caritas Kärnten. „Sorgen bereitet uns vor allem die immer häufigere Kombination von illegalen Drogen, Alkohol und Medikamenten. Vor allem viele junge Menschen sind vom Drogenmissbrauch betroffen. Wir müssen daher noch stärker in die Prävention investieren.“ Dabei gibt es kärntenweit ohnedies bereits 16 Anlaufstellen für Süchtige. Auch viele Streetworker versuchen zu helfen.

Auch Angehörige müssen leiden
Doch nicht nur die Betroffenen brauchen dringend Hilfe, sondern auch die Angehörigen. Schneidergruber: „Auf sie wird oft völlig vergessen. Dabei haben sie sehr stark darunter zu leiden, wenn ein Familienmitglied Drogen nimmt. Vor allem Kinder in solchen Familien brauchen Unterstützung. Sonst laufen sie Gefahr, später einmal selbst zu Suchtmitteln zu greifen.“

von Christian Rosenzopf, kaerntnerkrone.at

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