06.07.2021 15:18 |

Ärger über Hafenecker

Cluster im U-Ausschuss: Auch Krisper positiv

Die Corona-Infektion des FPÖ-Abgeordneten Christian Hafenecker sorgte zuletzt für massiven Wirbel, weil der blaue Frontmann im U-Ausschuss das Parlament nicht sofort darüber informiert hatte. Jetzt zieht die Infektion einen Cluster mit sich: Nach zwei parlamentarischen Mitarbeitern wurde am Dienstagnachmittag bekannt, dass auch NEOS-Fraktionsführerin Stephanie Krisper positiv getestet wurde. Davor war bereits die Infektion ihres grünen Abgeordnetenkollegen David Stögmüller bekannt geworden.

„Skandalös“ sei es gewesen, erklärte die ÖVP noch am Montag, dass Hafenecker das Parlament erst mehrere Tage nach seinem positiven Corona-Test darüber informierte. Schließlich saß der Blaue mehrere Stunden ohne Maske bei der letztwöchigen Befragung von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im U-Ausschuss, am Abend saßen Abgeordnete und Mitarbeiter mehrerer Fraktionen dann noch bei einem Bier zusammen.

Cluster auf fünf Personen angewachsen
Nun, einige Tage später, wurden weitere positive Tests gemeldet: Ein am Donnerstag anwesender Klubmitarbeiter der SPÖ ist ebenso Corona-infiziert wie Grün-Abgeordneter Stögmüller, eine Mitarbeiterin von ihm wurde bereits am Montag positiv getestet. Am Dienstagnachmittag teilten die NEOS mit, dass auch ihre Fraktionsführerin Krisper positiv auf Corona getestet wurde. Damit wuchs der U-Ausschuss-Cluster auf fünf Personen an, alle haben sich in Quarantäne begeben.

Brandstätter bleibt Nationalratsitzung aus Sicherheitsgründen fern
Laut APA sind von den fünf Betroffenen alle mindestens einmal geimpft - bis auf Hafenecker. NEOS-Mandatar Helmut Brandstätter, der auch im Ausschuss sitzt, hatte schon vor Bekanntgabe von Krispers Infektion mitgeteilt, der Nationalratssitzung am Mittwoch sicherheitshalber fernzubleiben.

Hafenecker nicht geimpft: „Wollte mich nicht als Testperson hergeben“
Hafenecker erklärte sich nach Bekanntwerden seines positiven Tests am Montagabend in einem Puls-24-Interview folgendermaßen: Sein näheres Umfeld habe er sofort informiert, seine Symptome seien „sehr mild“, er habe nur zwei Tage lang Schweißausbrüche gehabt und glaube, schon auf dem Weg der Besserung zu sein. Impfen habe er sich bisher nicht lassen, weil er gegenüber den RNA-Impfstoffen (Biontech und Moderna) skeptisch sei: „Ich wollte mich nicht als Testperson hergeben“, sagte er.

 krone.at
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Klaus Knittelfelder
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