Nach Leichenfund

Tote hat als U-Boot in Wien gelebt - Tochter verschollen

Wien
06.02.2011 19:33
Der mysteriöse Fund einer verwesten Leiche in einem versiegelten Zimmer hat in der Brigittenau (siehe Infobox) für Rätselraten gesorgt. Nun kommt nach und nach Licht in den Fall: Die Verstorbene lebte offenbar als U-Boot in Wien, um ihre Tochter zu verstecken. Diese war samt Sohn auf der Flucht vor dem Ex-Partner – und nach dem Ableben der Mutter offensichtlich in Panik.

Eine zugedeckte Leiche, abgeklebte Türspalten und ein ominöses E-Mail der seither unauffindbaren Tochter – der Tod einer Pensionistin im 20. Wiener Gemeindebezirk lässt Raum für Spekulationen. Vor allem nachdem sich herausstellte, dass keiner im Haus den wirklichen Namen der Verstorbenen kannte. Denn die eigentlich in Pforzheim (Deutschland) gemeldete Johanna R. gab sich als "Christa Baumann" aus - und lebte als U-Boot in der Karajangasse.

Sorgerechts-Streit ließ Tochter Flucht ergreifen
Grund: Ihre Tochter brauchte ein Versteck. Im Zuge eines Sorgerechts-Streits war die 48-Jährige samt Sohn vor ihrem Ex und der deutschen Justiz geflüchtet.

Nach dem Tod der Mutter geriet sie in Panik, was ihr E-Mail an die Bestattung Wien zeigt. Sie gab darin an, dass ihre Mutter krank gewesen sei und sie diese am 1. Jänner sanft sterben habe lassen. Doch aus Angst vor Ermittlungen und der U-Haft hätte sie vorerst verschwinden müssen, sie habe einiges zu regeln. Die Fahndung läuft.

von Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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