Nicht der erste Fall

US-Diözese wegen Missbrauchszahlungen pleite

Ausland
10.03.2026 15:03
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im US-Bundesstaat Texas musste die katholische Diözese einen Insolvenzantrag stellen. Der Grund: 18 mutmaßliche Missbrauchsopfer haben Klagen eingebracht und fordern Entschädigungszahlungen.

Wie US-amerikanische Medien laut Kathpress berichten, gibt es gegen die Diözese an der Grenze zu Mexiko zwölf Klagen von 18 Klägern. Diese geben an, sie seien zwischen 1956 und 1982 als Minderjährige von Geistlichen sexuell missbraucht worden. Am Montag widmete die Diözese die jährliche Messe der Versöhnung und Hoffnung allen Überlebenden sexualisierter Gewalt durch Geistliche.

Bischof Mark J. Seitz erklärte in einer Videobotschaft, er habe nach Gebet, Überlegung und Beratung entschieden, Insolvenz anzumelden, „da die finanziellen Forderungen gegen die Diözese unsere finanziellen Mittel bei weitem übersteigen“. Das Gebiet sei zwar „geografisch weitläufig“, aber ländlich und arm.

25 von 178 US-Diözesen nutzten Insolvenzaufträge
Seit 2004 haben mehr als 25 der 178 katholischen Diözesen in den USA einen Insolvenzantrag nach Kapitel 11 genutzt, um ihre Finanzen umzustrukturieren und Entschädigungszahlungen für die Betroffenen von Missbrauch in einem einzigen Gerichtsprozess regeln zu können.

In den USA gibt es zwei unterschiedliche Insolvenzverfahren, die nach den jeweiligen Kapiteln im Konkursrechtsgesetz bezeichnet werden. Während das Ziel eines Chapter-7-Verfahrens die Liquidierung eines bankrotten Unternehmens ist, handelt es sich bei Chapter 11 eher um ein Sanierungsverfahren unter gerichtlicher Aufsicht.

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