Projekt Blumenkorn:

Blühstreifen als Waffe gegen Schädlinge am Feld

Nikolaus Stibitzhofer ist ein junger Landwirt in Unterweidlham bei St. Florian. Er geht einen neuen Weg und verzichtet auf Chemie am Feld. Sein Getreide wird von regionalen Betrieben zu „Blumenkorn-Weckerl“ verarbeitet. Er sagt: „Wir sind mehrere Partner und schützen Natur, Klima und regionale Arbeitsplätze.“

„Wir sind inmitten meiner Felder, ich baue hier Roggen und Weizen an“, sagt Nikolaus Stibitzhofer in St. Florian zur „Krone“. Als Landwirt geht er einen mutigen Weg: „Ich verzichte auf Insektizide.“ Stattdessen hat er Blühstreifen an und in den Feldern angelegt, als Lebensraum für nützliche Insekten. Sie machen Schädlingen das Leben schwer – ganz ohne Chemie.

Im Supermarkt-Regal
Mit Erfolg! „Ich liefere zertifiziertes Getreide für das Projekt ’Blumenkorn’“, sagt Stibitzhofer. Ziel des Projekts: Regionales Getreide, das ohne Pflanzenschutzmittel heranreift, wird auf kurzem Weg in die Mühle gebracht. Das Mehl bekommt ein regionaler Bäcker zur Verarbeitung und seine g’schmackigen „Blumenkorn-Weckerl“ landen dann in den Regalen der regionalen Supermarktkette Unimarkt.

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Ein schlagkräftiger Vermarkter, der sagt: ,Ich bekenne mich zur Region, zum regionalen Produkt und zu einem etwas höheren Preis’, ist für das Gelingen des nachhaltigen Projekts ,Blumenkorn’ sehr wichtig.

Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger über regionale Wertschöpfung

Qualität stimmt
Entwickelt wurde das Projekt von Stibitzhofer, dem Müller Franz Forstner, dem Bäcker Patrick Reichl (beide St. Marien) und Unimarkt-Chef Andreas Haider. „Wir sind nie in Romantik verfallen, die Qualität beim Rohstoff Mehl muss zu hundert Prozent passen, aber es funktioniert“, freut sich Reichl. „Blumenkorn“ wird vom Land Oberösterreich unterstützt: „Jeder Beteiligte erhält eine Anschubförderung“, so Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner.

Elisabeth Rathenböck
Elisabeth Rathenböck
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Montag, 21. Juni 2021
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