Wegen PKK-Propaganda

Schwangere Kurdin unter Terrorverdacht: Freispruch

„Für mich ist die PKK keine Terrororganisation“, sagte die ehemalige Obfrau eines kurdischen Frauenvereins in Linz vor Gericht. Durch ihr Engagement geriet die 28-Jährige, die aktuell in der Schweiz lebt und ein Kind erwartet, unter Terrorverdacht. Erst der Prozess brachte Klarheit – und einen Freispruch.

Dass nicht alles so klar auf Terror hinweist, wie es in der Anklage stand, wurde bei der Verhandlung in Linz schnell klar. Und auch, dass hier im Gerichtssaal keine gefährliche Terroristin sitzt. Jedoch eine engagierte junge Frau.

Kein Mitglied der PKK
„Die PKK symbolisiert für mich Frieden. Ich will, dass alle in Frieden leben. Sollte es Übergriffe auf Zivilisten gegeben haben, lehne ich diese ab“, wiederholte die unbescholtene Kurdin mehrmals vor der Richterin. Mitglied der PKK, wie ihr in der Anklage vorgeworfen wurde, sei sie zu keinem Zeitpunkt gewesen.

Gutachten zu Foto
Die Frau bestritt aber nicht, dass sie bei zwei von ihr angemeldeten prokurdischen Demos in Linz „Es lebe die PKK“ gerufen habe, und Fotos gepostet habe, auf denen PKK-Fahnen und das Porträt des PKK-Führers Abdullah Öcalan zu sehen waren. Sie habe nicht gewusst, dass das verboten sei. Erklärungsbedarf gab es auch zu einem Foto, das sie, laut Anklage, in einem Kampfanzug zeigt: Ein Gutachten bestätigte ihre Aussage, dass es sich um ein modische, kulturelle Kleidung handle, die viele kurdische Frauen tragen

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Montag, 25. Oktober 2021
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