Kritik an Regelung

Reisebusse müssen weiter halb leer bleiben

Seit eineinhalb Wochen dürfen die Reisebusunternehmen wieder ihrem Geschäft nachgehen, chauffieren ihre Gäste herum. Der Start verlief aber wie befürchtet sehr schleppend. Der Grund dafür ist die aktuelle Corona-Verordnung, die laut Betreibern nicht praktikabel seien, denn nur 50 Prozent Auslastung sind erlaubt.

„Ich fordere die Bundesregierung auf, die für Reisebusse geltenden Regelungen umgehend zu ändern. Die Reisebusbranche ist seit fünfzehn Monaten auf fast null reduziert und hat sich jetzt die Chance zu einem Re-Start, den sich viele reiselustige Menschen im Land nach schwierigen Monaten herbeisehnen, mehr als verdient“, appelliert Josef Weiermair, Fachgruppenobmann WKO und Busunternehmer aus Kirchdorf/Kr. Für die Branche seien die aktuellen Regelungen unpraktikabel: 50 Prozent Belegung, keine 3-G-Regel, FFP-2-Maskenpflicht während der gesamten Reise.

„Verreist ein Verein, gibt es sowieso Teilnehmer- und Sitzplatzlisten auf die man sich verlassen kann“, so Weiermair. „Pro Sitzreihe nur zwei Personen ist nicht logisch. Der klassische Busreisende ist bereits geimpft. Wir müssen also die Gäste in zwei Bussen zum Flughafen fahren und dort dürfen sie sich dann alle stundenlang in ein Flugzeug drängen“, kann Helmut Ratzenböck, vom gleichnamigen Unternehmen in St. Aegidi, nur den Kopf schütteln. „Letztes Jahr um die Zeit war es auch möglich und da war noch niemand geimpft“, hofft Weiermair doch noch auf eine Lockerung.

Müssen planen können
Die aktuelle Verordnung gilt jedenfalls bis Ende Juni. „Wir müssen aber jetzt schon wissen wie es dann weitergeht, eine Busreise bucht man nicht spontan. Wir brauchen eine gewisse Vorlaufzeit. Brauchen wir für eine Gruppe mit 50 Personen zwei Busse, verdoppelt sich auch der Preis. Wie sollen wir das unseren Kunden verkaufen?“, appelliert die Branche.

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Sonntag, 24. Oktober 2021
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