24.05.2021 10:05 |

Hohe Dunkelziffer

Corona: Über 300.000 Menschen in Indien gestorben

Seit Beginn der Pandemie sind in Indien mehr als 303.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Das zeigen Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Montag. Damit starben nach offiziellen Zahlen nur in den USA und in Brasilien mehr Menschen an oder mit Covid. In Indien gehen aber viele Experten davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Corona-Toten deutlich höher sein dürfte.

Besonders in ländlichen Gebieten, wo mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt, sterben viele zu Hause und tauchen nie in einer Statistik auf. Zuletzt trieben auch Hunderte Leichen - zumindest teils von mutmaßlichen Corona-Opfern - auf dem heiligen Fluss Ganges. Ihre Familien dürften Behördenangaben zufolge zu arm für eine traditionelle hinduistische Einäscherung gewesen sein.

Der „Apotheke der Welt“ geht der Impfstoff aus
Zuletzt sind die bekannten Corona-Zahlen in Indien etwas langsamer gestiegen. Gleichzeitig gehen dem Riesenland mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern auch die Impfstoffe aus, und das Impftempo nahm ab. Indien stellt auch selbst viel Vakzine her und ist deswegen auch als „Apotheke der Welt“ bekannt. Das Land exportierte sogar mehr als 60 Millionen Dosen ins Ausland.

Erst drei Prozent vollständig geimpft
Die indische Regierung verabsäumte es aber im Gegensatz zu reicheren Ländern, rechtzeitig Impfstoffdosen zu kaufen - Sie tat dies erst, nachdem es die Präparate zugelassen hatte. Bisher haben in Indien mehr als zehn Prozent der Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. Rund drei Prozent sind vollständig geimpft.

In absoluten Zahlen sind in Indien seit Pandemiebeginn weltweit am zweithäufigsten Corona-Infektionen erfasst worden - insgesamt mehr als 26 Millionen (siehe Grafik oben). In den USA sind bisher mehr als 33 Millionen Fälle registriert worden.

Matthias Fuchs
Matthias Fuchs
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