20.05.2021 17:05 |

Schlag gegen Radikale

Corona-Leugner planten Terror-Krieg gegen Polizei

Es klingt wie das Drehbuch zu einem Film: Eine bewaffnete Untergrund-Miliz von Corona-Leugnern plante offenbar mitten in Österreich einen Terror-Krieg gegen die Polizei! Mit Splitterbomben, Molotowcocktails und Schusswaffen. Die Demo-Verschwörer verabredeten sich auf dem Internet-Kanal Telegram. Bei Razzien des Geheimdienstes wurden unter anderem Helme, Schutzwesten und Tausende Schuss Munition sichergestellt (siehe Video oben).

Der ungeheure Verdacht wurde bei einer Großaktion unter der Leitung des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und Vorarlberg erhärtet. Bei sieben Hausdurchsuchungen konnten bei ebenso vielen Verdächtigen 3500 Stück Munition, drei Schusswaffen sowie paramilitärische Ausrüstung wie Schutzwesten, Helme oder Funkgeräte sichergestellt werden.

Radikale wollten Krieg auf die Straße tragen
Die Staatsanwaltschaft Ried (OÖ) ermittelt unter anderem wegen Verdachts des verbrecherischen Komplotts, derzeit befinden sich aber alle angezeigten Personen aus der radikalen Szene (noch) auf freiem Fuß! Aufgrund der frühzeitigen Aufdeckung bestehe keine Tatbegehungsgefahr mehr ...

Fakt ist jedenfalls, dass sich die Verschwörer wie eine Untergrund-Armee aufgerüstet und sie nur in einer geschlossenen Gruppe über den Internet-Kanal Telegram kommuniziert hatten. Ihr Plan: Krieg auf die Straße tragen! Denn in dem verschlüsselten Nachrichten-Dienst ließen die radikalen Corona-Leugner ihrem brandgefährlichen Hass freien Lauf.

Sie unterhielten sich - sich in Sicherheit wiegend - über Angriffe auf Polizisten bei Demos gegen die Covid-Maßnahmen der Regierung. Auch der Einsatz von Splitterbomben und Brandanschläge mit Molotowcocktails wurde bei den Anti-Regierungs-Kundgebungen vergangenes Wochenende in Wien geplant.

Neonazi in Tarnjacke bei Protest gegen Regierung
Mittlerweile ist auch klar, dass hinter dem Protest samt „Buh“-Rufen gegen Kanzler Kurz, Vizekanzler Kogler, Ministerin Köstinger und Staatssekretärin Mayer am Eröffnungstag im Wiener Schweizerhaus radikale Rechte stecken. Denn auch Neonazi-Größe Küssel war in Tarnjacke kräftig beim Schreien mit dabei.

„Dieser Schlag wird vermutlich nicht der letzte gewesen sein“
Innenminister Karl Nehammer zeigte sich ob der offen gezeigten Gewaltbereitschaft gegen die Sicherheitsbehörden ebenso betroffen wie entschlossen: „Es ist kaum zu fassen, was hier von Corona-Leugnern versucht wurde. Dank akribischer Ermittlungsarbeit sind diese kriminellen Netzwerke enttarnt worden. Die Täter müssen mit der vollen Härte des Rechtsstaates bestraft werden.“ Bei einer Pressekonferenz am Abend kündigte er zudem an, dass „dieser Schlag vermutlich nicht der letzte“ gewesen sei. „Deshalb müssen wir entschieden gegen die rechtsextreme Szene vorgehen."

Christoph Budin
Christoph Budin
Sandra Ramsauer
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