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ÖFB-Team: Bittere Ohrfeige für Wiener Großklubs

Nach der Kader-Bekanntgabe von ÖFB-Teamchef Franco Foda steht fest: Erstmals ist kein aktueller Profi von Rapid oder Austria bei einem großen Turnier dabei. Der LASK stellt mehr Spieler als Meister Salzburg. 

„Extrem unangenehm, natürlich waren sie enttäuscht. Das sind die negativen Begleiterscheinungen“, griff Franco Foda Dienstagabend zum Handy: „Ich wollte sie persönlich kontaktieren.“ Obwohl er dabei Träume platzen ließ. Weil sich einige Spieler Hoffnungen auf die EURO gemacht hatten. Etwa Gernot Trauner, der im März noch gegen die Färöer und Dänemark in Österreichs Startelf gestanden war. „Aber wir haben genug Innenverteidiger, da haben Hinteregger, Posch und Lienhart gefehlt“, begründete Foda. Mit Reinhold Ranftl fiel noch ein Linzer durch. Und dennoch stellt der LASK - mit Alex Schlager und Balic - die „größte“ Abordnung aus der heimischen Liga. Von Meister Salzburg schaffte es ja nur Andi Ulmer in den 30-Mann-Kader.

Und aus der Hauptstadt gar keiner. So eine Watschn gab es für Fußball-Wien noch nie. Bei der EURO 2016 rettete ja noch Goalie Robert Almer als Austrianer die Hauptstadt-Ehre. Bei der Heim-EURO 2008 waren es etwa noch vier Rapidler (damals Meister). Davor stellten Wiens Großklubs überhaupt noch das Gros des Nationalteams. Die Zeiten sind längst vorbei.

Demir „nur“ bei U21
Weil es Foda wichtiger ist, dass Rapids Supertalent Yusuf Demir beim U21-Team spielt, als als „Perspektivspieler“ Turnier-Erfahrung zu sammeln: „Er wird in Zukunft ein Thema bei uns sein.“ Vorerst gebremst wurde auch der rasante Aufstieg von Ercan Kara. Der grün-weiße Topscorer ist doch nur auf Abruf. Wie etwa auch Köln-Legionär Flo Kainz und der Salzburger Max Wöber. Ihr Traum ist geplatzt.

Rainer Bortenschlager
Rainer Bortenschlager
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Mittwoch, 27. Oktober 2021
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