15.05.2021 06:15 |

Zugriff in Bosnien

4,5 Kilo Sprengstoff für IS-Zelle in Österreich

Explosiver Polizeischlag bei Banja Luka: Bosnische Sondereinheiten rückten aus, um einen mutmaßlichen Terror-Unterstützer zu fassen. Der Verdächtige soll für einen in Österreich bereits verurteilten und derzeit inhaftierten IS-Anhänger 4,5 Kilo Plastiksprengstoff inklusive Fernzünder organisiert haben.

Während ein mutmaßlicher Anhänger des Wiener Hasspredigers Mirsad O. jüngst mit seinem skandalösen Spaziergang aus der U-Haft hierzulande für Schlagzeilen sorgte (die „Krone“ berichtete), wirbelte ein anderes Mitglied des IS-Netzwerks von seiner Zelle aus Staub auf: Im Hunderte Kilometer entfernten Bosnien.

Spezialkräfte rückten nach Bosnien aus
Eine Heerschar an Spezialkräften rückte nach Banja Luka aus und stürmte zeitgleich zwei Örtlichkeiten. Im Visier: Ein Verdächtiger, der nicht „nur“ mit Drogen handeln, sondern auch explosive Waren im Angebot haben soll. Laut bosnischer Justiz steht der Mann im dringenden Verdacht, 4,5 Kilo des Plastiksprengstoffs PETN inklusive Fernzünder „aufgestellt“ und den Schmuggel des explosiven Pakets nach Österreich organisiert zu haben. Man habe zahlreiche Beweise sichergestellt.

Der Verdächtige, zu dem man aufgrund der noch laufenden Operation keine Details nennen will, habe im Auftrag einer Person gehandelt, die in Österreich zu mehreren Jahren Haft verurteilt wurde, wie es heißt.

Mirsad O. sitzt mehrjährige Haftstrafe ab
Laut Insider soll es sich dabei um einen Islamisten und Anhänger des Wiener Hasspredigers Mirsad O. handeln, der gerade seine achtjährige Gefängnisstrafe absitzt. Verurteilt nach einem Anti-Terror-Schlag 2017 der heimischen Polizei. Gemäß des Schuldspruchs in Graz rekrutierte der in der Bundeshauptstadt verhaftete IS-Sympathisant in einer Hinterhof-Moschee Dschihadisten und organisierte deren Syrien-Reisen.

Mit der geheimen Polizei-Aktion in Bosnien scheint sich der Terrorkreis nun geschlossen zu haben: Bei den Razzien 2017 in Wien waren die heimischen Ermittler unter anderem auf Sprengstoff-Spuren gestoßen ...

Klaus Loibnegger
Klaus Loibnegger
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