Scharner stört vor allem der lapidare Umgang mit der Situation. "Wir sind zu nachlässig geworden. Das sieht man auf dem Feld", erklärte der 30-Jährige der "Birmingham Mail". "Mir geht es nicht nur darum, mich aufzuwecken, sondern das ganze Team. Wir müssen Herz zeigen. Ich bin einer der ältesten Spieler im Kader und spüre die Verantwortung", betonte Scharner weiter.
Noch nicht mit dem Trainer gesprochen
Der ÖFB-Legionär hat über seine Eindrücke zwar noch nicht mit Trainer Roberto Di Matteo gesprochen, wählte laut eigenen Angaben aber bewusst den Weg an die Öffentlichkeit. "Ich bin 30 Jahre alt, seit elf Jahren Profi und denke, dass das notwendig war", erklärte der Defensiv-Allrounder, der nach viereinhalb Jahren in Wigan über reichlich Erfahrung im Abstiegskampf verfügt.
Den Klassenerhalt hat Scharner bisher aber immer geschafft. Das soll auch so bleiben. "Ich bin so leidenschaftlich, weil ich am Ende der Saison keinen Abstieg auf meinem Lebenslauf stehen haben will", erinnerte der ÖFB-Teamspieler, der sich in seiner Karriere selten ein Blatt vor den Mund genommen hat.
Scharner selbstkritisch: "Für mein Level nicht gut genug"
Auch er selbst habe in den vergangenen Spielen Fehler gemacht, gestand Scharner. "Für mein Level war das nicht gut genug. Bei vielen Fußballern ist diese Selbstkritik aber nicht immer erkennbar", meinte Scharner. "Viele suchen anderswo nach Ausreden. Das ist immer einfach, aber das müssen wir abstellen."
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