30.04.2021 10:23 |

„Nur Momentaufnahme“

Szekeres: Geltungsdauer von Corona-Tests halbieren

Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres sprach sich am Freitag für eine Reduktion der Geltungsdauer von Corona-Tests aus. Diese würden nur eine „Momentaufnahme“ des Infektionsstatus darstellen. Der wesentliche Ausweg aus der Pandemie sei jedenfalls eine Immunisierung durch eine Corona-Impfung, so Szekeres.

Nach seiner Forderung, ganz Österreich „zuzusperren“, mahnt der Ärztekammer-Präsident einmal mehr zu mehr Vorsicht im Umgang mit der Corona-Krise. Man müsse insbesondere die Auslastung der Spitäler im Auge behalten und bei Öffnungsschritten sehr vorsichtig agieren, erklärte Szekeres gegenüber dem Ö1-„Morgenjournal“.

Die aktuelle Lage scheint zwar stabil zu sein, mit den bevorstehenden Lockerungen könne es aber schnell wieder zu einem weiteren Anstieg der Fallzahlen und damit auch zu einer verstärkten Belastung für die Krankenhäuser kommen.

„Situation kann sich relativ rasch ändern“
Mit Blick auf die derzeit angebotenen Corona-Testmöglichkeiten warnt Szekeres davor, sich zu sehr in Sicherheit zu wähnen. Einerseits sei die Qualität der angebotenen Tests sehr unterschiedlich, auf der anderen Seite stellen diese zudem nur eine Momentaufnahme dar, weshalb er für eine deutliche Verkürzung der Geltungsdauer eintrete.

Am genauesten sei der PCR-Test, dessen Gültigkeit aber dennoch von 72 auf 48 Stunden reduziert werden müsse, so Szekeres. Noch drastischer verkürzen müsse man aber die Geltungsdauer der wesentlich ungenaueren Antigen-Tests - nämlich von 48 auf 24 Stunden. Der Infektionsstatus könne sich schließlich „relativ rasch ändern“, so Szekeres.

„Grüner Pass“ mache „viel Sinn“
Szekeres sprach sich bei der Gelegenheit auch für die Einführung des sogenannten Grünen Passes aus, wie ihn die ÖVP bereits noch vor dem EU-weiten Start im Juni umsetzen möchte. Ein solcher mache „viel Sinn“, er müsse aber so gestaltet werden, dass er nicht nur in Österreich, sondern europaweit, idealerweise sogar weltweit gültig ist.

Bereits jetzt gebe es aber schon Möglichkeiten, wie man bestätigen könne, dass man gegen das Virus geimpft ist, spricht Szekeres etwa den Elektronischen Impfpass an - diese Bestätigung könne man sich etwa „ausdrucken“ und dann etwa für den Zugang zur Gastronomie nutzen.

Wie geht man mit Genesenen um?
Fraglich ist weiter, wie man jenen Menschen umgehen soll, die bereits eine Infektion hinter sich haben - man könne hier keinen Automatismus einführen, sondern brauche eine ärztliche Begutachtung der Genesenen, meinte der Ärztekammer-Chef. Entscheidend dabei sei, ob die Person für die Umwelt ansteckend sei und „eine Infektionsquelle von ihr ausgeht“.

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