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Haimbuchner gegen „Herumgesäge“ | „Das war knapp“

Haimbuchner gegen „Herumgesäge“: In seinem ersten Interview nach seiner lebensbedrohlichen Covid-Erkrankung samt mehrtägigem Aufenthalt in der Intensivstation spricht der oberösterreichische FPÖ-Obmann und Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner mit Conny Bischofberger für die Sonntags-„Krone“ nicht nur über seine schwersten Tage, er nimmt auch Stellung zur aktuellen innerparteilichen Situation bei den Freiheitlichen. Haimbuchner stimmt Parteiobmann Norbert Hofers Aussage von der „Selbstüberhöhung über andere Menschen“ in Bezug auf nicht maskentragende Abgeordnete zu: „Die Leute müssen ja, wenn sie einkaufen gehen, auch Maske tragen. Die verstehen deshalb diese Diskussion nicht.“ Während er jeden direkten Angriff auf Klubobmann Herbert Kickl vermeidet, bekennt er sich klar zum zuletzt innerparteilich stark unter Druck geratenen Bundesparteiobmann Hofer, wenn er sagt: „Ich halte dieses Herumgesäge für absolut unanständig.“ Bemerkenswert auch die Aussage des genesen Blauen zur Präsidentenfrage. Eine neuerliche Bundespräsidentschafts-Kandidatur Norbert Hofers kann sich Haimbuchner vorstellen: „Ich würde mir jedenfalls einen Bundespräsidenten Hofer wünschen.“ Setzt aber nach: „Auch, wenn ich den derzeitigen Präsidenten durchaus schätze.“ Schau schau!

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„Das war knapp“. Und wie geht es dem 42-Jährigen aus der Coronaleugner-Partei nach seinem mehrtägigen Aufenthalt in der Intensivstation? „Das war wirklich knapp“, weiß er. Zwölf Kilo nahm er ab, mit der Lunge habe er keine Probleme mehr, aber seine Kondition lasse noch zu wünschen übrig. Seine Ärzte gingen beruhigenderweise davon aus, dass er zu 100 Prozent genesen werde. Und schon setzt sich der kürzlich noch Todkranke auf seinen Rasenmähertraktor und fährt eine Runde. Dann erzählt er auch noch, wie gerne er Hausarbeiten mache. Geschirrspüler einräumen, Katzenkisterln putzen, Staubsaugen. Schau schau! 

Die „Töchter und Söhne“. „Ich sehe die ,großen Söhne und Töchter‘ jetzt mit anderen Augen. Weil ich sie auf der Intensivstation kennengelernt habe.“ So eine Aussage von einem freiheitlichen Spitzenpolitiker zu hören - da war Interviewerin Conny Bischofberger auch überrascht. Denn die Freiheitlichen lehnen die Umformulierung der Bundeshymne von „Heimat bist du großer Söhne“ auf „Heimat großer Töchter und Söhne“ aus Prinzip ab. So bat Bischofberger Haimbuchner um eine Präzisierung und fragte: „Sie singen die Bundeshymne jetzt mit den Töchtern?“ Haimbuchner gesteht, „kein recht guter Sänger“ zu sein, aber er denke sich die Töchter mit. Schau schau!

Einen schönen Sonntag!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann

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