Täter in Haft

Frauen in Pariser U-Bahn mit Stichwaffe verletzt

Ausland
27.12.2025 10:26
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Freitagnachmittag ist in Paris eine Alarmfahndung ausgerufen worden, nachdem ein Mann mehrere Frauen mit einer Stichwaffe angegriffen hatte. Nun sitzt der Täter im Gefängnis – er ist schon polizeibekannt und hätte eigentlich bereits in sein Heimatland abgeschoben werden sollen.

Am Freitag hat ein Mann drei Fraun in der Pariser Métro angegriffen. Jetzt hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der mutmaßliche Täter konnte zunächst fliehen, wurde jedoch nach Angaben der Staatsanwaltschaft am frühen Freitagabend – drei Stunden nach dem Angriff – gefasst. Er ist polizeibekannt. Der Mann aus Mali sollte eigentlich abgeschoben werden. Die Angriffe ereigneten sich den Angaben zufolge an drei U-Bahn-Stationen im Zentrum der Stadt, wie der Verkehrsbetrieb „RATP“ mitteilte.

Ermittlungen wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung
Laut den Ermittlungsbehörden stach der Täter an den Stationen „République“, „Arts et Métiers“ und „Opéra“ zu, die alle an der gleichen Métro-Linie liegen. Der Mann sei auf Aufnahmen von Überwachungskameras identifiziert und dank der Ortung seines Handys nördlich von Paris festgenommen worden. Der 25-Jährige war laut Staatsanwaltschaft in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen Straftaten aufgefallen, darunter Sachbeschädigung. Gegen ihn wird nun wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung ermittelt. Zwei der verletzten Frauen wurden in Krankenhäuser gebracht, die dritte meldete sich selbst auf einer Rettungsstelle. Keines der Opfer wurde lebensgefährlich verletzt.

Abschiebung wegen fehlender Dokumente nicht erfolgt
Laut einer Erklärung des Innenministeriums handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen bereits zuvor straffällig gewordenen Mann aus Mali, der eigentlich abgeschoben werden sollte. Das Ministerium erklärte, er sei im Jänner 2024 wegen Diebstahls und sexueller Nötigung zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Nach seiner Entlassung im Juli hätte er Frankreich eigentlich verlassen müssen. Da die für eine Abschiebung erforderlichen Dokumente nicht beschafft werden konnten, wurde er nach 90 Tagen aus der Schubhaft entlassen.

Innenminister „bedauert“ nicht durchgeführte Abschiebung
Der französische Innenminister Laurent Nuñez „bedauert, dass die Abschiebung des Verdächtigen nicht durchgeführt werden konnte“, hieß es in der Erklärung des Innenministeriums weiter. Demnach versicherte er, dass „die Bemühungen fortgesetzt werden, die Abschiebung von Ausländern ohne Papiere, die Straftaten gegen die öffentliche Ordnung begangen haben, vorrangig zu behandeln“.

Innenminister mahnte zur Vorsicht in Öffis
Nuñez hatte die Sicherheitsbehörden in der vergangenen Woche zu „maximaler Vorsicht“ im Vorfeld der Silvesterfeiern aufgerufen. Wegen der „sehr hohen terroristischen Bedrohung“ und einer „Gefahr von Störungen der öffentlichen Ordnung“ sollten im ganzen Land die Sicherheitsmaßnahmen verschärft werden. Notwendig sei eine „sichtbare und abschreckende Präsenz“ von Sicherheitskräften. Besondere Vorsicht mahnte Nuñez für die öffentlichen Verkehrsmittel an.

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