Missbrauchsfall

Verdächtiger Welser (54) legt Teilgeständnis ab

Seine einschlägigen Neigungen hat ein Welser Geschäftsmann (54) eingestanden, der - wie berichtet - mehr als 20 Jahre lang sexuelle Übergriffe auf großteils unmündige Personen aus seinem Verwandten- und Bekanntenkreis verübt haben soll. Sein Anwalt hat gegen die Verhängung der U-Haft aber Beschwerde eingelegt.

Der Beschuldigte soll bei seiner Einvernahme durch LKA-Ermittler keinen Hehl daraus gemacht haben, dass er sich zu Buben und Mädchen im „jugendlichen“ Alter sexuell hingezogen fühle.
„Zu Kindern nicht, aber zu Jugendlichen“, behauptete der 54-Jährige, der von acht mutmaßlichen Missbrauchsopfern teils schwer belastet wird.Dass in seinem Besitz mehr als 200 pornografische Abbildungen und Videos sichergestellt worden waren, auf denen nicht nur Jugendliche sondern auch Kinder zu sehen sind, erklärte er damit, dass man sich das in einschlägigen Foren nicht aussuchen könne. „Das sind oft nur Vorschaubilder, von denen einige auch automatisch gespeichert werden“, rechtfertigt er sich.

„Techtelmechtel“
Am 2. April war der Welser Geschäftsmann in einem Wohnwagen auf einem seiner Grundstücke im Bezirk Linz-Land festgenommen worden und hatte dann ein Teilgeständnis abgelegt. Unter anderem gab er intime Kontakte zu einer Nichte und einer Nachbarstochter zu, auch wenn diese - seiner Behauptung nach - damals nicht 12 sondern schon 14 Jahre alt gewesen sein sollen: „Das waren bereits reife Dirndln.“ Es habe sich dabei auch nur um ein „Techtelmechtel“ gehandelt.

OLG entscheidet über Beschwerde
Sein Anwalt Lorenz Kirschner hat gegen die verhängte U-Haft bereits Beschwerde eingelegt: „Es besteht keine Tatbegehungsgefahr mehr.“ Die Entscheidung fällt das Oberlandesgericht Linz.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Donnerstag, 13. Mai 2021
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