Spur zur Wettmafia

Ex-St.-Pauli-Profi soll 100.000 Euro kassiert haben

Fußball
04.01.2011 12:56
Der frühere St.-Pauli-Stürmer Rene Schnitzler soll 100.000 Euro kassiert haben, um fünf Spiele zu manipulieren. Der Ex-Profi des damaligen Zweitligisten habe laut "Stern" zugegeben, das Geld von einem Wettpaten namens "Paul" angenommen zu haben, bestreite aber eine Manipulation der Matches.

Schnitzler hat laut dem deutschen Magazin auch zugegeben, selbst spielsüchtig zu sein. "Seit ich 18 Jahre alt bin, gab es kaum einen Tag, an dem ich nicht gespielt habe", wird der Angreifer zitiert.

Vom FC St. Pauli, für den Schnitzler es zwischen 2007 und 2009 auf 33 Einsätze brachte, gab es am Dienstag zunächst keine Reaktion auf den Bericht. Bei den fraglichen Partien soll es sich um Auswärtsspiele bei Mainz 05 (Saison 2007/08), bei Hansa Rostock, beim FC Augsburg, beim MSV Duisburg und erneut Mainz 05 (jeweils 2008/09) handeln.

Laut "Stern" handelt es sich bei dem Wettpaten um einen Niederländer und dabei mutmaßlich um eine zentrale Figur im Bundesliga-Wettskandal. Die dem Magazin vorliegenden Akten der Bochumer Staatsanwaltschaft sollen zeigen, dass dieser engen Kontakt mit vielen der im Prozess Beschuldigten hatte. Er war "Boss und Lenker", so das Magazin.

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