„Krone“-Kommentar

Wie froh wird Ostern 2022 sein?

Kolumnen
03.04.2021 11:28

Das Bild ging um die Welt: Auf dem leeren Petersplatz in Rom betete der Papst am 27. März 2020 um ein baldiges Ende der Pandemie. Es war eine historische Geste, ein außertourliches „Urbi et orbi“ für 1,3 Milliarden katholische Christinnen und Christen. Man könnte sagen, Gott hat die Bitte des Heiligen Vaters nicht erhört, denn Ostern 2021 feiern wir erneut im Lockdown. Und Europa befindet sich noch immer mitten in der Krise.

Ungewöhnlich ernst, fast bedrückt wirkte Papst Franziskus bei seiner Generalaudienz in der zu Ende gehenden Karwoche. Corona-bedingt wurde sie im Livestream aus dem Inneren des Apostolischen Palastes nach draußen übertragen. Beim Gedenken an das Leiden, den Tod und die Auferstehung von Jesus dürfe man die Gekreuzigten von heute nicht vergessen, mahnte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Die Kranken, Armen, Ausgestoßenen.

Durch Corona sind die österlichen Begriffe vom Leiden und vom Tod greifbar geworden. Bald kennt wirklich jeder jemanden, der am Virus erkrankt oder sogar gestorben ist. Die Armen in der Gesellschaft trifft die Krise am härtesten. Und viele fühlen sich ausgestoßen und leiden an Einsamkeit.

Nie war die Sehnsucht nach Hoffnung, nach Auferstehung so spürbar. Die Osterbotschaft, dass das Leben stärker ist als der Tod, dass das Gute immer über das Böse triumphiert, wird zum Symbol für die Lebensfreude und Nähe, die wir so schmerzlich vermissen. Wie froh wird erst Ostern 2022 sein ...

Conny Bischofberger
Conny Bischofberger
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