15.03.2021 10:00 |

Astner Bürgermeister

Im dritten Anlauf hat es geklappt

Sichtlich erleichtert und glücklich zeigte sich Sonntagabend Neo-Bürgermeister Leopold Astner nach der Auszählung der Stimmen. Nach fast sieben Jahrzehnten ist es Astner im dritten Anlauf gelungen, die Gailtaler Bezirkshauptstadt für die VP zurückzuerobern. Und binnen weniger Minuten reisten seine Gailtaler VP-Amtskollegen Johann Windbichler (Lesachtal), Johannes Lenzhofer (Dellach) sowie Ronny Rull (St. Stefan) trotz Corona nach Hermagor, um Astner zu gratulieren. 

„Wir werden nun mit allen Fraktionen reden, wie eine gute Zusammenarbeit in den kommenden sechs Jahren für Hermagor aussehen könnte“, sagt Astner. Sichtlich gezeichnet von der Wahlniederlage: Siegfried Ronacher (SP). Zwei Perioden leitete er die Geschicke der Stadtgemeinde. Laut Ronacher war es die viel diskutierte Ansiedlung eines Produktionsbetriebes für Dämmstoffe mit 50 neuen Arbeitsplätzen, die „mich das Bürgermeisteramt gekostet“ hat. Generell wurde der Wahlkampf in Hermagor hart geführt. Ronacher: „Es war eine Schlammschlacht. Fünf Monate lang wurden nur Mieses über mich sowie Unterstellungen verbreitet, die ich auch in einem Buch aufarbeiten werde“, so der abgewählte Bürgermeister. So wurde der Wahlkampf etwa von einem Polizeieinsatz überschattet, als vergangenen Donnerstag eine Wahlhelferin der SP ins Hermagorer Rathaus flüchten musste, weil sie sich angeblich bedroht fühlte.

Und am Wahlsonntag musste die Auszählung der Stimmen kurz unterbrochen werden. Die VP hatte den Antrag gestellt, bei der Briefwahl die Vollmacht-Unterschriften mit den Unterschriften auf den Wahlkarten zu vergleichen. Die Landeswahlbehörde prüfte den Antrag, lehnte ihn jedoch ab. VP-Mann Astner wurde in Hermagor außerdem vom ehemaligen SP-Vizebürgermeister Karl Tillian unterstützt, der mit einer eigenen Liste - wie berichtet - erfolgreich in den Stadt- und Gemeinderat eingezogen ist. Tillian: „Ich bin begeistert. Der Wahlausgang war für mich vorhersehbar.“ Auf Hermagor kommt jedenfalls eine spannende Zeit zu, denn während Astner gemeinsam mit Karl Tillian im Stadtrat eine Mehrheit hat, steht dem Duo eine SP/FP-Mehrheit im Gemeinderat gegenüber. Zusammenarbeit ist gefragt. 

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