Entscheidung im März

Stöger über seinen Vertrag und Ziele des Investors

Die Zukunft von Peter Stöger bei der Austria ist entgegen vollmundiger Ankündigungen aus der Chefetage laut Angaben des Trainers völlig offen. „Es gibt noch Sachen, die wir durchbesprechen müssen. Es gibt schon das Gefühl, dass der Wunsch da ist, dass ich hier weitermachen soll. Aber es geht jetzt einmal darum, wie die Rahmenbedingungen ausschauen“, sagte Stöger am Freitag beim Online-Pressetermin vor dem anstehenden Derby gegen Rapid - und sprach dabei auch über die hochgesteckten Ziele des neuen Investors.

Am Tag davor hatte die Austria nach wochenlangem Rätselraten ihren neuen strategischen Partner präsentiert. Das im Luxussegment agierende Unternehmen Insignia soll jene benötigten Millionen zuschießen, um den finanziell schwer angeschlagenen Violetten in erster Linie einmal die Bundesliga-Lizenz zu sichern. Stöger führte an, dass der wirtschaftliche Aspekt seine Arbeit in den vergangenen eineinhalb Jahren - zunächst als Sport-Vorstand, seit vergangenem Sommer als Chefcoach der Austria - beeinträchtigt hatte.

„Welche Veränderungen kann man vornehmen?"
„Ich bin froh, dass wir das hinbekommen haben. Jetzt werden wir schauen, wie die Strukturen ausschauen. Wie sehen die Abläufe aus? Welche Veränderungen kann man vornehmen?“, sagte der 54-Jährige. Stöger ließ durchblicken, dass es dabei unabhängig vom neuen Geldgeber in erster Linie um den eigenen Bereich gehe. „Es gab relativ wenig, wo man etwas entwickeln konnte. Da rede ich nicht nur von der Fußballmannschaft, sondern vom ganzen Haus“, erklärte er mit Blick zurück.

Stögers Vertrag läuft wie jener von Manager Markus Kraetschmer mit Saisonende aus. Laut Präsident Frank Hensel, der ebenfalls noch eine Wahl bestreiten muss, soll der Sportchef bleiben und Architekt einer erfolgreichen Zukunft werden. Diesbezüglich ließ auch Insignia-Vertreter Luka Sur keine Zweifel daran, dass man mit Stöger plant. Der Ex-Teamspieler und ehemalige Köln-und Dortmund-Trainer will nun aber einmal sondieren.

Entscheidung im März
„Man muss schauen, wie ich mich in dem Konstrukt wiederfinde“, betonte er am Freitag immer wieder. Eine Entscheidung werde aber zeitnah - also noch im März - fallen. „Weil auch die Austria mit ihren Planungen dann voranschreiten will.“

Kühn klangen am Donnerstag die Pläne von Insignia. Sur nannte die Champions-League-Teilnahme als langfristiges Ziel, man wolle die Austria zu einem der „Top Brands“ im europäischen Fußball machen. Stöger bezeichnete die Formulierung großer Ziele als legitim. „Die Erwartungshaltung ist in den meisten Fällen immer höher, als in der Realität wirklich erreicht werden kann. Das ist auch okay.“ Entscheidend sei, dass einmal die Basis geschaffen wurde, Entwicklungsschritte setzen zu können.

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