05.03.2021 11:59 |

Dank heimischer Firma

Kurz: 5 Millionen zusätzliche Impfdosen für die EU

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Freitag, einen Tag nach seiner Israel-Reise, mit dem Geschäftsführer von Polymun darüber informiert, dass das biopharmazeutische Unternehmen mit Sitz in Klosterneuburg dank Extra-Schichten Kapazitäten für fünf Millionen zusätzliche Impfdosen für die Europäische Union ermöglicht. Für Österreich bedeutet das 100.000 zusätzliche Impfdosen des Biontech/Pfizer-Vakzins. „Die Impfung ist unsere Möglichkeit, die Pandemie zu besiegen“, sagte Kurz.

Kurz hielt die Pressekonferenz am Freitag gemeinsam mit dem Gründer von Polymun Scientific, Hermann Katinger, ab. Das Unternehmen mit Sitz in Klosterneuburg spielt bei der Entwicklung von Covid-Impfstoffen eine zentrale Rolle. „Wir sind seit letztem Jahr mit Biontech/Pfizer an der Entwicklung des Impfstoffs beteiligt“, sagte Katinger. 

Impfstoff-Entwicklung: „Privileg und Kraftakt“
„Es ist ein Privileg, in so einem globalen Netzwerk eine große Rolle spielen zu dürfen“, so Katinger. Es sei für alle beteiligten Unternehmen ein enormer Kraftakt gewesen, ohne Qualitätseinbußen so rasch einen wirksamen Covid-Impfstoff auf den Markt zu bringen.

100.000 zusätzliche Dosen für Österreich
„Das österreichische Unternehmen Polymun wird einen wichtigen Beitrag für mehr Impfstoff für Österreich und die EU leisten. Es freut mich, dass es gelungen ist, die Lieferung von fünf Millionen zusätzlichen Dosen für die EU sicherzustellen und damit auch 100.000 Impfdosen mehr für uns in Österreich“, so Kanzler Kurz.

Konkret stellt das Unternehmen in Klosterneuburg Lipid-Nanopartikel für den mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer her, also bestimmte Fette, die für den „Transport“ der Boten-RNA zu den menschlichen Körperzellen notwendig sind.

Möglichst schnell zur Normalität zurück
Der Kanzler sagte über die Impfstoffbeschaffung, dass man derzeit auch mit Russland und China Gespräche führe, weil es nicht um geopolitische Fragen gehe, sondern „wie man möglichst viele Leben retten und möglichst schnell zur Normalität zurückkehren“ könne. Die Impfstoffe aus China und Russland hätten allerdings noch keine Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde.

Am Donnerstag hatten Israel, Dänemark und Österreich bekannt gegeben, eine gemeinsame Stiftung für Forschung und Entwicklung zur Bekämpfung von Covid-19 zu gründen. Kurz traf dabei in Israel auf Premier Benjamin Netanyahu und seine dänische Amtskollegin Mette Frederiksen.

Martin Grob
Martin Grob
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