Wenige Tage nach dem Horrorsturz von Skistar Lindsey Vonn hat der Chefarzt, unter dessen Leitung die US-Amerikanerin operiert wurde, Einblick in die bisherige Behandlung gegeben.
„Wir haben unsere Pflicht getan. Wir wussten, dass bestimmte Situationen eintreten könnten und waren darauf vorbereitet“, sagte Stefano Zanarella der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“. Man habe den komplizierten Fall mit einem Expertenteam betreut und sei mit dem Genesungsprozess zufrieden.
Vonn war in der Olympia-Abfahrt von Cortina d‘Ampezzo vorigen Sonntag heftig gestürzt und per Hubschrauber geborgen worden. Sie hatte sich eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen und wurde in einem Krankenhaus in Treviso seitdem dreimal am linken Bein operiert. Vor wenigen Tagen veröffentlichte die 41-Jährige ein Foto aus ihrem Krankenbett in den sozialen Medien und bedankte sich unter anderem beim medizinischen Personal. „Großartig“ und „inspirierend“ sei Vonns Botschaft gewesen, meinte die Chefin des Internationalen Olympischen Komitees, Kirsty Coventry.
Vonns Dank erfüllt Ärzte mit Stolz
„Die Worte der Patientin erfüllen uns mit Stolz, auch weil wir eine heikle und langwierige medizinische Situation erfolgreich bewältigt haben“, sagte Zanarella. Vonn sei „eine vorbildliche Patientin, ebenso wie ihr amerikanisches Team und die Ärzte des US-Verbandes, die uns wirklich tatkräftig unterstützen. Sie sind hervorragende Menschen und gleichzeitig großartige Fachleute.“
Die Worte der Patientin erfüllen uns mit Stolz, auch weil wir eine heikle und langwierige medizinische Situation erfolgreich bewältigt haben.
Stefano Zanarella
Vonn wollte 16 Jahre nach Gewinn von Abfahrts-Gold in Vancouver bei den Spielen in Italien unbedingt noch eine weitere Olympia-Medaille gewinnen und ging trotz eines kurz zuvor erlittenen Kreuzbandrisses an den Start. Sie erlebte eine sportliche Tragödie. Ihre Zukunft ließ sie bisher offen. Vor dem Saisonhöhepunkt hatte Vonn aber angekündigt, dass sie spätestens nach diesem Winter mit dem Skirennsport aufhören werde.
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