01.03.2021 09:26 |

„Bevor Boot kentert“

„Sea Watch 3“ bat nach Rettung selbst um Hilfe

Das deutsche NGO-Schiff „Sea Watch 3“ hatte bis vor Kurzem über 450 aus Seenot gerettete Menschen an Bord. Über 90 Menschen - darunter 14 Kinder - wurden zuletzt in Sicherheit gebracht, dann aber hatten Italien und Malta ihre Hilfe verweigert. Die deutsche Hilfsorganisation Sea Watch forderte die italienische Küstenwache auf, „einzugreifen, bevor das Boot kentert“. Nach stundenlangem Warten wurden die Menschen schließlich von der Guardia Costiera nach Lampedusa gebracht.

Sea Watch bemängelte im Vorfeld, dass die Lage schwierig sei, da sich jetzt über 450 Menschen an Bord des NGO-Schiffes befänden. „Italien und Malta verweigern ihre Hilfe. Wir bitten um den Einsatz der Küstenwache“, schrieb die Hilfsorganisation in der Nacht auf Montag. Sie warnte vor der Gefahr eines weiteren Schiffbruchs.

Am Montagvormittag gab es Entwarnung: Man habe die Migranten auf Rettungsinseln evakuiert. Erst nach Stunden sei die italienische Küstenwache eingetroffen. „Diese nahm die Menschen an Bord und brachte sie nach Lampedusa. Wir sind erleichtert, dass sie endlich in Sicherheit sind!“, so „Sea Watch“ auf Twitter.

Sea Watch hat am Sonntag den dritten Tag in Folge Dutzende Migranten im zentralen Mittelmeer aus akuter Seenot gerettet. Vor etwas mehr als einer Woche hatte die „Sea Watch 3“ nach sieben Monaten „Zwangspause“ den Hafen der spanischen Stadt Burriana verlassen. Am Donnerstag war die Crew im anvisierten Suchgebiet rund 30 Seemeilen vor der Küste Libyens angekommen.

Quelle: APA

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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