27.02.2021 06:00 |

Sorge um Forelle

Verschmutzung: Fische sterben weltweit aus

Büffelfische, kanadische Rotlachse, Huchen und Bachforellen – all diese Süßwasserfische teilen in den Tiefen unserer Flüsse, Bäche und Seen ein Schicksal; nämlich dass sie vom Aussterben bedroht sind! Laut aktuellem WWF-Report sind 80 Spezies bereits ausgestorben, davon alleine 16 im vergangenen Jahr.

„Weltweit leiden besonders Süßwasserfische unter der massiven Zerstörung und Verschmutzung ihrer Lebensräume. Zu den Hauptursachen zählen Kraftwerke und Staudämme, Wasserentnahmen für die Bewässerung und die Verschmutzung. Auch der viel zu hohe Eintrag von Schad- und Nährstoffen wie Hormonen, Antibiotika, Pestiziden sowie Straßenabwässer leiste einen signifikanten Beitrag zum Rückgang der Salmoniden“, warnt WWF-Experte Gerald Egger. Er sieht auch die Klimakrise als Problem: „Die meisten Arten brauchen kaltes Nass, das ihnen die Erderwärmung allerdings zusehends raubt. Außerdem trocknen Gerinne in den immer heißeren Sommern aus.“

„Nirgendwo Naturkrise stärker spürbar“
Laut Report sind die Bestände wandernder Süßwasserfische seit 1970 weltweit um 76 Prozent gesunken. Egger: „Nirgendwo sonst ist die weltweite Naturkrise stärker spürbar als in unseren Flüssen, Bächen Seen und Feuchtgebieten.“ In Österreich sind besonders der Huchen, auch Donaulachs genannt, und die Bachforelle akut vom Aussterben bedroht. Letztere wird in ihrem Vorkommen vor allem durch das Überhandnehmen an Beutegreifern jedes Jahr mehr dezimiert.

Süßwasserfische sind übrigens Hauptproteinquelle für 200 Millionen Menschen weltweit.

Mark Perry
Mark Perry
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