Auch AMAG gefordert

Jobabbau kostete der FACC zwölf Millionen Euro

Sie trennen 44 Kilometer, sind zwei der größten Arbeitgeber im Innviertel - und doch sind sie derzeit wie Tag und Nacht. Die Rede ist von der AMAG und der FACC. Während der Aluminiumhersteller aus Ranshofen im Vorjahr die Krise sehr gut bewältigte, fuhr der Flugzeugzulieferer aus Ried ein gewaltiges Minus ein.

„Die AMAG steht heute genauso gut da wie vor einem Jahr. In den letzten Wochen hatten wir einen starken Auftragseingang, der uns bis zur Mitte des Jahres eine gute Auslastung verschafft“, sagte gestern mit Gerald Mayer der Vorstandsvorsitzende des Aluminiumherstellers. Der Umsatz der Ranshofener schrumpfte im vergangenen Jahr auf 904,2 Millionen €, dazu ging auch der Gewinn nach Steuern auf 11,6 Millionen Euro zurück.

Aluminiumhersteller blickt nach vorne
„Wir haben die Krise bislang sehr gut bewältigt“, stellte Mayer fest. Weil die Nachfrage nach Aluminium nicht nur in der Autoindustrie stark anzieht, suchen die Innviertler derzeit verstärkt Personal. Konkret sind 60 neue Mitarbeiter gefragt.

630 Stellen gestrichen
Anders dagegen die Situation bei der FACC. Der von Robert Machtlinger geführte Flugzeugzulieferer kam aufgrund des zwischenzeitlichen Stillstands und der anhaltenden Ungewissheit in der Luftfahrt gewaltig unter die Räder: Bei einem Umsatz von 526,9 Millionen wurde im Vorjahr ein Verlust vor Zinsen und Steuern von 74,4 Millionen Euro eingefahren. Allein der Abbau von 630 Mitarbeitern, der im Spätherbst vollzogen wurde, kostete der Firma rund 12 Millionen €.

Flugzeugzulieferer rechnet für heuer mit schwarzen Zahlen
Seit September sei eine positive Dynamik erkennbar, heißt es. Trotzdem stellen sich die Innviertler auf umsatzschwache Monate ein. Statt eines Verlusts dürften am Ende von 2021 immerhin schwarze Zahlen stehen.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Freitag, 16. April 2021
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