25.02.2021 12:36 |

U-Haft beantragt

Würgemord in Wien: Nur Schweigen im Verhör

Nach dem tödlichen Angriff auf eine 28-jährige Frau in Wien-Favoriten schweigt der Verdächtige, ihr 29-jähriger Freund. Laut Polizeisprecherin Barbara Gass verweigerte der Mann, der selbst eine Wohnung in Meidling besitzt, in einer zweiten Einvernahme jede Aussage. Zuvor hatte er im Beisein eines Anwalts bestritten, seine Freundin in der Nacht auf Dienstag getötet zu haben.

Die 28-jährige Polin starb laut vorläufiger Obduktion nicht an einem Bauchstich, sondern wurde erwürgt, berichtigte Polizeisprecher Christopher Verhnjak am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft hat bereits die Untersuchungshaft für den Verdächtigen beantragt.

Polizeischutz-Angebot gesetzlich nicht vorgesehen
Kritik an der Polizei, sie hätte bei forscherem Vorgehen die Tat verhindern können, begegnete man mit dem Hinweis, man habe das gesetzlich Mögliche getan. So händigten die Beamten der 28-Jährigen Kontaktdaten von Frauenhäusern und anderen Opferschutzeinrichtungen aus. Der Frau explizit Polizeischutz anzubieten, sehe der Gesetzgeber nicht vor.

Dass Beamte der Frau bilateral Hilfe anbieten, dürfte aber durchaus üblich sein. Ob es im konkreten Fall auch so war, ist offen. Gegen den Verdächtigen konnten die Polizisten jedenfalls kein Betretungsverbot aussprechen, da er verschwunden war. Es wird seitens der Polizei aber noch evaluiert, ob alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen zum Schutz der Frau getroffen wurden.

Friedrich Schneeberger
Friedrich Schneeberger
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