16.02.2021 20:06 |

In Großbritannien

Neue potenziell problematische Mutation entdeckt

Wissenschaftler in Großbritannien haben eine neue Variante des Coronavirus entdeckt, die „einige potenziell problematische“ Mutationen mit sich bringt. Sie ähnelt der südafrikanischen Variante und könnte nicht nur dazu führen, dass das Virus die körpereigenen Abwehrkräfte leichter umgehen kann, auch die Impfungen könnten dagegen weniger wirksam sein.

In bislang 38 Fällen konnten Forscher der Universität von Edinburgh die Variante B.1.525 nachweisen. Dabei zeigten zwei Proben aus Wales und 36 aus England die neue Mutation, die mittlerweile aber auch in Dänemark, den USA und Nigeria nachgewiesen wurde. 

„Signifikante Mutationen”
Es handle sich dabei um „signifikante Mutationen”, wie sie bereits in anderen Varianten zu sehen waren, erklärte Ravi Gupta von der Universität Cambridge der „BBC”. Dies sei „teilweise beruhigend”, da man so in etwa abschätzen könne, wie sich das Virus verhalten werde. Die genauen Auswirkungen sind bis dato jedoch noch unklar. 

Kann Immunsystem leichter umgehen
Eine dieser Veränderungen, die B.1.525 aufweist, ist eine Mutation namens E484K, die auch in den brasilianischen und südafrikanischen Varianten vorkommt und dem Virus helfen kann, einige der körpereigenen Abwehrkräfte des Immunsystems zu umgehen. Weitere Mutation machen es den Experten zufolge auch ansteckender als die ursprüngliche Version des Coronavirus, die die Pandemie auslöste.

Nun mehrt sich die Sorge, dass sich das Virus so verändert, dass es sich nicht nur leichter ausbreiten kann, sondern auch die bereits entwickelten Impfstoffe dagegen nicht wirksam sein könnten. Erste Ergebnisse im Labor hätten gezeigt, dass dies bei der Mutation E484K zutreffen würde, so Gupta. 

Augen offen halten“
„Wir müssen all die neuen Varianten genau beobachten, da wir nicht wissen, wie sie sich verhalten werden“, erklärte der Epidemiologe Andrew Hayward vom University College in London. Bislang dürfte sich die neue Variante noch nicht flächendeckend ausgebreitet haben. „Im Vergleich mit anderen Stämmen, ist diese Mutation noch auf sehr, sehr niedrigem Niveau“, so Hayward.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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