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Explosion in Mehrparteienhaus in Langenzersdorf

In einem Mehrparteienhaus im niederösterreichischen Langenzersdorf ist es Freitagfrüh zu einer Explosion gekommen. Die Einsatzkräfte sind vor Ort. Beim Eintreffen der Feuerwehren stand das Gebäude in Vollbrand, 150 Helfer bekämpften die Flammen. Es gibt mehrere teils schwer Verletzte. „Es schaut nicht gut aus“, befürchtet Feuerwehrsprecher Franz Resperger Schlimmes.

Zur Explosion kam es gegen 8 Uhr. Laut Resperger sind der dritte und vierte Stock des Gebäudes eingestürzt. Bisher ist aber noch völlig unklar, wie viele Menschen sich noch in dem Haus befinden. Fakt ist, dass etwas mehr als 60 Personen in dem Mehrparteienhaus gemeldet sein. Mit diesen werde laufend versucht, Kontakt aufzunehmen. „Das wird einige Zeit dauern“, so Polizeisprecher Johann Baumschlager.

Bislang vier Leichtverletzte, ein Schwerverletzter
Laut Polizei gibt es jedenfalls bereits mehrere Verletzte. Sonja Kellner, Sprecherin des Roten Kreuzes Niederösterreich, sprach bislang von vier Personen mit leichten Blessuren und einem Schwerverletzten.

Die Verletzten wurden laut Kellner in drei unterschiedliche Krankenhäuser gebracht. Als aufnehmende Kliniken galten Korneuburg, Stockerau sowie das SMZ-Ost in Wien. Acht weitere Personen wurden im Langenzersdorfer Gemeindesaal vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.

Einsturzgefahr besteht
Da laut Resperger ein „Innenangriff zu gefährlich“ sei, ist derzeit nur ein Außeneinsatz möglich. Es bestehe Einsturzgefahr. Umliegende Gebäude wurden daher auch evakuiert.

Nach Angaben des ÖAMTC sind auch die Notarzthubschrauber „Christophorus 3“ und „Christophorus 9“ an Ort und Stelle. Zudem sind auch Notärzte, Rettungshunde und der Katastrophenhilfszug der Feuerwehr Langenzersdorf im Einsatz. Die Berufsfeuerwehr und die Berufsrettung Wien entsandten ebenfalls Helfer. An Ort und Stelle war außerdem ein Polizeihubschrauber. Das Gelände rund um das Gebäude wurde großräumig abgesperrt.

„Auf einmal kracht‘s“
„Ich steh mit den Hunden vorm Haus (Bisamberg auf halber Berghöhe), auf einmal kracht‘s, als würde ein Lkw auf einen anderen auffahren“, schildert die geschockte Ohrenzeugin Renate K. Aktuelle Bilder und Videos zeigen das Ausmaß der Explosion: Teile des Gebäudes fehlen komplett, Trümmer liegen auf der Straße und auf geparkten Autos. „Dort wohnen viele Familien mit Kindern“, ist ein Anrainer besorgt.

„Sieht aus wie nach Bombentreffer“
Bürgermeister Andreas Arbesser (ÖVP) gab im Gespräch mit der APA an, das Geschehen „als fürchterlich“ zu empfinden. Das Obergeschoß des Mehrparteienhauses sehe aus „wie nach einem Bombentreffer“. Die im Gemeindesaal untergebrachten Personen würden „mit dem Notwendigsten versorgt“. Nach der Beseitigung der Flammen liege ein Hauptaugenmerk auf der statischen Sicherung des Objekts, blickte Arbesser voraus.

Charlotte Sequard-Base
Charlotte Sequard-Base
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Mittwoch, 03. März 2021
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