Die Donau-Piraten im Haifischbecken der Profis! Rekordmeister Donau Wien schreibt Rugby-Geschichte und startet erstmals in Tschechiens Extraliga – gegen internationale Halbprofis und Legionäre. Ein Heimspiel (Samstag, 14 Uhr) mit Signalwirkung für ganz Österreich.
Ein historischer Tag im heimischen Rugby-Sport. Der österreichische Rekordmeister Rugby Donau Wien bestreitet erstmals ein Meisterschaftsspiel in der tschechischen Extraliga Rugby – und das vor heimischem Publikum gegen den traditionsreichen JIMI RC Vyškov (14 Uhr, Donau Sportpark, Meiereistraße 20, 1020 Wien). Damit wagt Donau bewusst den Schritt in eine der stärksten Amateurligen Mittel- und Osteuropas. „Auf diesem Niveau hat noch keine österreichische Mannschaft Rugby gespielt“, ist Coach Sebastian Freydell stolz.
Die Extraliga gilt als hochklassig und physisch extrem anspruchsvoll. Mehrere Teams verstärken sich punktuell mit Profi- und Halbprofispielern, häufig aus Südafrika, Georgien oder von den Pazifik-Inseln, was das Niveau zusätzlich hebt. In Österreich tummeln sich weiter echte Amateure, die für die Anreise meist noch einen kleinen Obulus für einen gemieteten Reisebus selbst aufbringen müssen.
Rugby hat in Tschechien zudem eine lange Tradition, die bis in die 1920er Jahre zurückreicht. Geprägt wurde sie maßgeblich vom Schriftsteller Ondřej Sekora, der das Spiel aus Frankreich ins Land brachte.
Mit JIMI RC Vyškov gastiert ein echtes Kraftzentrum außerhalb Prags in Wien. Der Klub ist bekannt für seine leidenschaftlichen Fans, seine physische Spielweise und eine intensive Spielkultur. In Tschechien locken Extraliga-Spiele – insbesondere Derbys in Prag oder Begegnungen in Vyškov – nicht selten mehrere tausend Zuschauer an.
Rugby genießt dort mediale Aufmerksamkeit: Wöchentlich wird ein Extraliga-Spiel live im staatlichen Fernsehen übertragen – ein deutlicher Kontrast zur Situation in Österreich, wo Rugby selbst in Kurzsportformaten kaum präsent ist.
Für Rugby Donau ist dieses Heimspiel mehr als nur ein Ligastart: Es ist ein sportliches Statement, ein historischer Moment und der Beginn eines neuen Kapitels in der Vereinsgeschichte. „Wir tragen heute nicht nur das Donau-Trikot, sondern vertreten den gesamten österreichischen Rugby-Sport auf einem neuen Level“, so Freydell.
Als spezielles Zuckerl spielt im Anschluss die österreichische Nationalmannschaft gegen eine Auswahl aus Malta (16.30 Uhr).
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