23.01.2021 08:33 |

Frühestens ab März

Impfung: Politiker noch lange nicht an der Reihe

Während sich in ganz Österreich auffallend viele Bürgermeister in örtlichen Pflegeheimen mit der Corona-Schutzimpfung versorgt haben, können die heimischen Spitzenpolitiker frühestens ab März damit rechnen. In der Prioritätenliste des Nationalen Impfgremiums stehen sie nämlich erst an vierter Stelle, gemeinsam mit den Über-65-Jährigen, Personen an Risiko-Arbeitsplätzen und Mitarbeiter der „essenziellen Infrastruktur“. 

Aus der Regierung hieß es zuletzt, dass man noch keinen Impftermin für die Minister habe. Derzeit haben laut Phase 1 der Corona-Schutzimpfung in Österreich die Heime, die über 80-Jährigen sowie das Gesundheitspersonal Priorität.

Bürgermeister als Impf-Vordrängler
Dutzende Bürgermeister haben sich ebenfalls bereits impfen lassen und das teils mit ihren Funktionen in den örtlichen Pflegeheimen begründet. Tatsächlich gerechtfertigt wären die Impfungen allerdings nur für „Personen mit einer regelmäßigen Tätigkeit oder regelmäßigem Aufenthalt in Alten-, Pflege- und Seniorenwohnheimen“.

Politiker nur mit niedriger Priorität eingestuft
Politiker folgen in der Prioritätenliste erst in der 4. Gruppe und da auch nur jene auf der Landes- und Bundesebene. Davor kommen noch Personen mit Vorerkrankungen und besonders hohem Risiko, weiteres Gesundheits- und Pflegepersonal sowie über 75-Jährige und die über 70-Jährigen, Menschen in prekären Lebens- und Arbeitsverhältnissen, enge Kontaktpersonen von Schwangeren sowie Sozialberufe. Am Freitag hatte FPÖ-Klubchef Herbert Kickl die Spitzenpolitiker dazu aufgefordert, bekannt zu geben, ob sie bereits geimpft seien.

4. Stufe: Abgeordnete, Polizei und Feuerwehr
Erst danach folgt in der 4. Prioritätsstufe das „Personal in Schlüsselpositionen der Landes- und Bundesregierungen“. Dazu zählen nach Informationen aus dem Parlament auch die Abgeordneten und deren „Schlüsselpersonal“. Erwartet wird der Impfstart dem Vernehmen nach allerdings erst im zweiten Quartal. Ebenfalls in dieser Stufe erfasst werden über 65-Jährige sowie Menschen in Jobs, die eine Virusübertragung begünstigen (z.B. in Kühlhäusern), sowie die kritische Infrastruktur (Polizei, Feuerwehr, Verkehrs- und Versorgungsunternehmen).

Insgesamt hat das Impfgremium sieben Prioritätsstufen erstellt. Bürgermeister finden sich darauf nicht.

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