Cornelia Hütter hat in der Abfahrt von Val d‘Isere ihren ersten Sieg der Saison errungen. Die Steirerin verwies die Deutsche Kira Weidle (+0,26) am Samstag auf Rang zwei, die US-Amerikanerin Lindsey Vonn (+0,35) wurde Dritte. Mit ihrem Sieg rettete Hütter das ÖSV-Team vor einem Debakel, ist sie doch die einzige Österreicherin, die es in die Top-10 schaffte.
Die zweimalige Trainingsschnellste Sofia Goggia belegte nach klarer Zwischenbestzeit aufgrund eines schweren Fehlers im Mittelteil nur Rang acht. Jubeln durfte am Ende Hütter, wenn auch unverhofft. „Ich weiß jetzt nicht, wo ich diese gute Fahrt hergeholt habe. Das muss ich erst herausfinden. Die letzten zwei Tage haben mir die Nerven geraubt“, meinte Hütter mit Verweis auf Probleme in den Trainings. Im Rennen habe sie „keinen Fehler gemacht und von oben bis unten gut durchgezogen.“
Für den ÖSV war es in Val d‘Isere der erste Sieg seit jenem von Anna Veith im Super-G 2017. Ein österreichischer Abfahrtssieg in dem französischen Wintersportort liegt deutlich länger zurück, im Jahr 1978 siegte Annemarie Moser-Pröll. „Das ist schon lange her. Es freut mich umso mehr. Ich hoffe, dass ich auch ihre Linie heute hier runter gefunden habe“, scherzte Hütter.
Das Ergebnis:
Vonn erneut am Podest
Bei optimalen Bedingungen legte Weidle mit Startnummer eins vor. Vonn setzte gewohnt auf Risiko, eine zu fehlerhafte Fahrt verhinderte die Bestzeit. „Im Mittelteil hab‘ ich es gut erwischt, unten aber leider einen großen Fehler gemacht. Da war ich viel zu weit draußen“, haderte Vonn im ORF. Die US-Amerikanerin durfte sich dennoch über das dritte Podest in der dritten Saisonabfahrt freuen. „Ich bin wieder am Podium und habe das rote Trikot verteidigt. Das ist doch gut. Und ich weiß, dass der Grundspeed passt.“
Gleich nach der US-Amerikanerin schwang Hütter nach einer beherzten Fahrt als Führende ab. An der Bestzeit der Steirerin scheiterte anschließend Läuferin um Läuferin. Auch Topfavoritin Goggia. Die Italienerin erlebte im Mittelteil mit klarer Zwischenbestzeit eine Schrecksekunde. Nach einem „Schlag“ auf den Ski verlor sie das Gleichgewicht und konnte nur artistisch einen Sturz verhindern. Der Fehler kostete eine Sekunde, am Ende reichte es mit einem Rückstand von 62 Hundertstel nur zu Rang acht.
Weitere ÖSV-Frauen zurück
Abgesehen von Hütter verlief das Rennen für die ÖSV-Frauen enttäuschend. Magdalena Egger, in St. Moritz noch Zweite, musste diesmal „Lehrgeld“ bezahlen. Die Vorarlbergerin kam im Mittelteil einige Male von der Ideallinie ab und landete nur auf Rang 24. „Ich bin extrem schlampig Skigefahren. Es ist in dem Moment jetzt bitter. Aber ich werde aus solchen Rennen lernen.“
Als zweitbeste Österreicherin belegte Nina Ortlieb Rang elf. „Die Erwartung war heute deutlich höher. Ich habe oben viel Zeit verloren, obwohl ich dort im Training sehr schnell war“, sagte die Vorarlbergerin. „Ein elfter Platz ist jetzt keine Katastrophe, aber ich weiß, dass ich mehr kann.“
Ariane Rädler beendete die dritte Saisonabfahrt auf Rang 16., Mirjam Puchner wurde 20. Auch Christina Ager fuhr als 29. noch in die Punkte. Am morgigen Sonntag steht für die Speed-Frauen vor der Weihnachtspause noch ein Super-G in Val d‘Isere (11 Uhr) auf dem Programm.
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