22.01.2021 15:11 |

Venier stürzt

Goggia-Lehrstunde in Crans-Montana, Puchner Achte

Sofia Goggia hat als erste Italienerin drei Weltcup-Abfahrten in Folge gewonnen. Die 28-Jährige siegte am Freitag in der ersten und wegen Windes verkürzten Abfahrt von Crans Montana 0,20 Sek. vor der Tschechin Ester Ledecka. Die Amerikanerin Breezy Johnson (+0,57) wurde vor der Weltcup-Gesamtführenden Petra Vlhova (SVK) wieder einmal Dritte. Mirjam Puchner war als Achte beste Österreicherin. Ihre ÖSV-Teamkollegin Stephanie Venier überstand einen heftigen Sturz heil.

Die Abfahrt war wegen des nächtlichen Neuschnees um mehrere Stunden auf Nachmittag verschoben worden und musste dann wegen starken Windes nach zehn Starterinnen für einige Zeit unterbrochen werden. Dasselbe war nach 20 Fahrerinnen notwendig, denn Venier wurde in einem Steilstück von einer Welle ausgehoben und stürzte danach heftig in die Sicherheitsnetze, die repariert werden mussten. Die Tirolerin kam laut ersten Diagnosen mit Abschürfungen im Gesicht davon und fuhr selbst auf ihren Skiern ins Ziel. Der Sturz war zunächst ein großer Schockmoment gewesen, haben die ÖSV-Damen diesen Winter mit Nicole Schmidhofer und Nina Ortlieb doch bereits zwei Siegfahrerinnen durch Verletzungen verloren.

Obwohl die Abfahrt wegen der Tieferverlegung des Starts zu einem 70-Sekunden-Sprint wurde, setzte sich erneut Goggia durch. Die Olympiasiegerin hat nach Platz zwei zum Saisonauftakt in Val d‘Isere danach in Val d‘Isere II, St. Anton und Crans Montana und damit als erste Italienerin sowie erste Lähferin überhaupt seit Lindsey Vonn 2018 - die Amerikanerin gewann damals zwischen Jänner und März viermal nacheinander - drei Abfahrten in Serie gewonnen. Es war ihr zehnter Weltcupsieg insgesamt.

Goggia führt im Abfahrts-Weltcup damit klar vor Johnson. Tamara Tippler, bisher stärkste ÖSV-Downhillerin, ist in der Disziplinenwertung Fünfte. In Crans belegte die mit Startnummer eins ins Rennen geschickte Zweite von St. Anton mit 1,16 Sekunden Rückstand auf Siegerin Goggia Platz elf.

Das Ergebnis: 

„Dort wo ich im Training schnell war, war ich das im Rennen nicht“, erzählte Tippler im ORF. „Wenn die Sonne kommt, wird es mit jeder Läuferin schneller. Das soll keine Ausrede sein, aber so sind die Fakten“, ergänzte die Steirerin. „Mit meiner Fahrerei bin ich grundsätzlich zufrieden.“ Am Samstag steht eine zweite Abfahrt in Crans Montana auf dem Programm. Am Sonntag folgt ein Super-G.

krone Sport
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