19.01.2021 10:30 |

Sorgen wegen Tauwetter

„Das Wasser wird zum großen Problem werden“

Die Schneefälle der letzten Tage fordern die Räumtrupps - vor allem in Innsbruck, wo kaum Platz zum Entsorgen der üppigen Schneemengen ist. Kritik wurde laut - nicht an den Mitarbeitern selbst, sondern an der Politik. In den nächsten Tagen ist ein weiteres Problem vorprogrammiert, wenn das angesagte Tauwetter kommt.

„Solche Schneemengen hatten wir seit sieben oder acht Jahren nicht mehr“, sagte Peter Hölzl, Amtsvorstand für den Straßenbetrieb in Innsbruck. „Wir sind mit allen Fahrzeugen unterwegs, die uns zur Verfügung stehen. Im Einsatz sind 25 Groß- und Kleinfahrzeuge. Außerdem sind 70 Mitarbeiter mit Schaufeln am Werk.“ Kein Wunder, in Innsbruck hat es bisher 84 Zentimeter geschneit. In einem durchschnittlichen gesamten Winter sind es 74.

Kritik wurde laut
Obwohl die Mitarbeiter des Räumungsdienstes im Dauereinsatz sind, konnten nicht alle Bushaltestellen freigeräumt werden. Das kritisierte die SPÖ: „Die Öffi-Kunden müssen kniehohe Schneehügel an den Bushaltestellen überwinden, um überhaupt erst in die Fahrzeuge zu gelangen. Ich rate den Verantwortlichen, sich selbst ein Bild zu machen und nicht auf die Zuständigkeiten der anderen hinzuweisen, denn die Bauhofbeschäftigten geben ihr Bestes.“

Für Verwunderung sorgte die am Sonntag bereits um 15 Uhr geschlossene Schneeentsorgungsrampe. Das läge an der internen Einteilung, hieß es, die am Innrain war bis abends geöffnet und werktags hätten alle Rampen bis circa 17 Uhr geöffnet.

Zittern vor Tauwetter
Obwohl die Mitarbeiter des Straßendienstes jetzt schon Überstunden machen müssen, wird sich die Situation in den nächsten Tagen wohl eher nicht entspannen. Dann kommt nämlich der Föhn, der Schnee wird schmelzen und sich in riesige Wassermengen verwandeln. „Wir stellen uns jetzt schon darauf ein und müssen dafür sorgen, dass die Gullis frei sind. Das müssen wir händisch erledigen. Zurzeit ist das wegen des Frosts noch schwierig“, gibt Hölzl einen Ausblick auf die kommenden Tage.

Nadine Isser, Kronen Zeitung

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