Altach - Admira 4:0 (2:0)
Altach ist im Rennen um den Aufstieg dank eines Kantersieges im direkten Duell an der Admira vorbeigezogen. Die Vorarlberger setzen sich im Spitzenspiel gegen den vormaligen Tabellenführer in der heimischen Cashpoint-Arena mit 4:0 durch.
In einem echten Schlager vor 5.372 Zuschauern erzielten Kapitän Matthias Koch (17.) und der Ex-Admiraner Martin Pusic (43.) bereits vor der Pause die vorentscheidenden Treffer, erneut Pusic (49.) und Joshua Gatt (60.) fügten den Südstädtern noch eine empfindliche Niederlage zu. Altach ist seit bereits sieben Spielen ungeschlagen und sammelte dabei 19 Zähler. Die Admira hingegen rutschte erstmals unter Trainer Dietmar Kühbauer (Bild) in ein kleines Tief. In den jüngsten vier Runden holten die Niederösterreicher nur vier Punkte.
Beide Teams gönnten sich von Beginn weg keine Verschnaufpausen und gingen mit vollem Tempo ans Werk. Chancen gab es bereits vor Altachs Führung hüben wie drüben. Für die Vorarlberger ließ Solospitze Pusic (9.) die erste Riesenmöglichkeit aus, bei die Admira versagten Torjäger Benjamin Sulimani allein vor Altachs Keeper Martin Kobras die Nerven (10.). Koch beendete nach Vorarbeit von Pusic dann die Torsperre, Sulimani verjuxte im Gegenstoß eine weitere Topchance (21.).
Obwohl auch die Admira mithielt, agierten die Hausherren um den Tick kombinationsfreudiger: Pusic ließ Admiras Torhüter Hans-Peter Berger nach einem sehenswerten Heber von Scherrer keine Chance. Der ehemalige Portugal-Legionär leistete sich danach noch einen Patzer, nach einem von Berger nicht gebändigtem Koch-Schuss staubte Pusic ab. Die Admira wollte reagieren, öffnete aber damit auch Räume für den Gegner. Einen ebensolchen nutzte US-Legionär Gatt nach einem idealen Zuspiel von Koch zum umjubelten 4:0. Im Finish rettete Berger noch einmal vor dem heranstürmenden Ademi.
Für Altach war der vierte Treffer gleichbedeutend mit der Tabellenspitze. Der im ersten Saisonspiel gegen die Admira noch 2:3 unterlegene Ligaprimus aus dem "Ländle" gastiert nun in der 21. Runde bei Austria Lustenau. Die Niederösterreicher empfangen zu Hause den seit neun Partien ungeschlagenen SKN St. Pölten.
FC Lustenau - FC Gratkorn 1:3 (0:1)
Gratkorn hat sich für die 0:1-Niederlage im Oktober bei FC Lustenau revanchiert und drei Punkte aus der Fremde entführt. Die Steirer erzielten beim Stand von 1:1 nach Ausschluss von Gsellmann (Tätlichkeit gegen Hagspiel/54.) mit einem Mann weniger gleich zwei Treffer zum 3:1-Sieg.
Die Lustenauer gerieten in einer schwachen ersten Hälfte ab der 39. Minute ins Hintertreffen, als Bernd Bernsteiner die Gäste 1:0 in Führung gebracht hatte. Den nach Seitenwechsel initiativer auftretenden Hausherren gelang der Ausgleich (53.), der jedoch nicht lange hielt. Bernsteiner (57.) war zum zweiten Mal erfolgreich, im Finish legte noch Steiner aus einem Konter nach (82.).
Für Gratkorn war es der dritte Auswärtssieg in der laufenden Spielzeit, der heimschwache FC Lustenau (2/4/4) ist nun bereits vier Runden ohne Sieg.
SV Grödig - Vienna 3:2 (1:1)
Die Vienna hat ihre miserable Saison-Auswärtsbilanz mit einer 2:3-Niederlage in Grödig prolongiert. Der Tabellenletzte bezog damit in der Fremde seine bereits neunte Schlappe en suite, nur zum Liga-Auftakt gegen FC Lustenau war man siegreich geblieben. Für die weiter siebtplatzierten Grödiger war der Erfolg nach zuletzt sieben Niederlagen in Folge ein Befreiungsschlag, die Salzburger setzten sich etwas von der Abstiegszone ab.
Mit dem 0:1 in der 13. Minute hatten die Gäste zu Beginn berechtigt auf Zählbares aus dieser Partie hoffen dürfen, Strohmayer traf nach einem Djokic-Freistoß per Kopf. Doch die Grödiger kamen schon bald auf und wurden noch vor der Pause mit dem Ausgleich belohnt. Jukic erzielte den Treffer nach einem Riedl-Weitschuss, diesen hatte Vienna-Goalie Kuru nicht ganz zu fassen bekommen (44.).
Mit dem durch den Ausgleich gewonnenen Selbstvertrauen legten die Gastgeber nach der Pause los und wieder war es Jukic, dessen Schuss gegen die Laufrichtung von Kuru den Weg ins Vienna-Tor fand (52.). Die Wiener schlugen allerdings nur eine Minute später zurück, als Hosiner nach einem Fehler in der Grödiger Innenverteidigung per Weitschuss abschloss. Doch die Schlusso-Offensive Grödigs mündete noch im Heimsieg, Schubert gelang nach Pamminger-Zuspiel mit dem Außenrist der vielumjubelte Siegestreffer (75.).
St. Pölten - Hartberg 3:0 (1:0)
St. Pölten hat seine Serie ausgebaut. In der 20. und vorletzten Runde vor der Winterpause setzten sich die Niederösterreicher gegen Nachzügler TSV Hartberg 3:0 durch. Thomas Fröschl (24.) und Lukas Thürauer (56., 84.) trafen am Voithplatz für die seit nun neun Spielen ungeschlagenen Hausherren. Beide Teams beendeten die Partie nach Ausschlüssen für Vait Ismaili (33.) bzw. Luca Tauschmann (65.) nur zu Zehnt.
St. Pöltens Erfolg war auch in dieser Höhe verdient. Die "Wölfe" bestimmten die Partie auch nach dem Ausschluss gegen Ismaili wegen wiederholtem Foulspiel mit nur zehn Mann. Fröschl hatte die Scherb-Elf mit einem genau ins Außennetz gezirkeltem Ball in Führung gebracht. Die mitunter überhart agierenden Steirer versuchten zwar nach Seitenwechsel, Druck aufzubauen. Ein von Thürauer abgeschlossener Konter besorgte aber die Entscheidung.
Als Tauschmann nach einem rüden Foul von hinten an Fröschl mit der Roten Karte in die Kabine musste, war die Partie endgültig gelaufen. Thürauer erzielte im Finish seinen zweiten Treffer und ließ die Fans im letzten Heimspiel 2010 gebührend jubeln.
WAC/St. Andrä - Austria Lustenau 4:2 (2:1)
Aufsteiger WAC/St. Andrä hat eine Woche nach dem überraschenden Erfolg gegen Spitzenreiter Admira nachgelegt. Die Kärntner setzten sich gegen Austria Lustenau 4:2 durch und schoben sich damit auf den fünften Tabellenrang vor. Den drittplatzierten Vorarlbergern sitzt nach der 20. Runde bereits St. Pölten im Nacken.
Nach einem frühen Rückstand durch Lustenaus Mario Leitgeb (3.) drehte Christian Falk die Partie bis zum Pausenpfiff mit einem Doppelpack (5., 43.). Die Entscheidung besorgte Marco Sahanek per Elfmeter (66.), Austria-Torhüter Alexander Kofler hatte zuvor die Rote Karte wegen Torraubs gesehen. Im Finish trafen noch Sandro Gotal (94.) mit einem indirekten Freistoß im Strafraum bzw. Felix Roth (91.).
Lustenau hatte in der Lavanttal-Arena durch einen von Leitgeb per Kopf verwerteten Boller-Freistoß forsch losgelegt, in der Defensive zeigten sich die Gäste aber alles andere als sattelfest. Falk stand nach Vorarbeiten des agilen Flügelspielers Sahanek zweimal goldrichtig und schraubte sein Torkonto auf neun Saisontore in die Höhe. Noch dazu leistete sich Torhüter Kofler einen herben Fehlgriff, rang Falk daraufhin nieder und wurde zurecht des Feldes verwiesen. Zu Zehnt war die Mannschaft aus dem "Ländle" dann nicht mehr in der Lage, zuzusetzen.
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