22.12.2020 08:17 |

„Wachau-Studie“ zeigt:

Corona-Antikörper auch nach 9 Monaten vorhanden

Im Rahmen ihrer „Wachau-Studie“ hat die Danube Private University (DPU) in Krems-Stein in Niederösterreich vor Kurzem eine weitere Testung zur Immunität der Bevölkerung gegen das Coronavirus durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass die spezifischen Antikörper auch nach neun Monaten größtenteils noch im Blut ehemals mit Covid-19 Infizierter nachweisbar sind. Und, dass bei jenen, bei denen keine Antikörper mehr nachzuweisen sind, größtenteils eine Hintergrundimmunität festgestellt werden kann.

Nachdem im Oktober britische Wissenschaftler auf Grundlage einer Studie zu dem Schluss kamen, dass die Antikörper nach der Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 rasant wieder verschwinden könnten, präsentierte die DPU zur gleichen Zeit Ergebnisse, die darauf hindeuteten, dass sich Antikörper doch länger im Blut halten, als ursprünglich angenommen. Es folgten Studien aus den USA und aus Kanada, deren Ergebnisse die der DPU bestätigten.

Um diese Ergebnisse weiter zu erhärten, unternahm die DPU weitere Tests: Am 10. Und 11. Dezember wurden 152 vormals mit Corona infizierte Niederösterreicher eingeladen, sich einem Antikörper- und T-Zell-Test zu unterziehen. Das Ergebnis: Bei knapp 84 Probanden der Probanden, die im März mit Covid-19 infiziert waren, sind nach wie vor Antikörper (IgG) nachweisbar. Insgesamt - auf alle Infektionszeiträume verteilt - lag die Quote derjenigen, bei denen noch Antikörper nachgewiesen werden konnten bei mehr als 83 Prozent.

Das decke sich mit unseren Ergebnissen aus dem Oktober, als ebenfalls rund 84 Prozent der getesteten Personen noch über Antikörper verfügten, sagt Robert Wagner, Direktor Wissenschaft und Management der DPU. Auch der Anteil derjenigen, die nicht mehr über Antikörper gegen das Coronavirus verfügen, habe sich über die Monate im Vergleich zu den Vorstudien nicht wesentlich verändert. Bei den restlichen 16 Prozent wurde „größtenteils eine Hintergrundimmunität festgestellt“: Wenn Antikörper nicht mehr vorhanden waren, wurden in etwa zwei Drittel der Fälle die Information zum Erreger in T-Gedächtniszellen gespeichert, die bei neuerlichem Kontakt mit dem Virus Interferon-Gamma ausschütten, hieß es.

DPU empfiehlt, sich impfen zu lassen
Die DPU rief dazu auf, sich impfen zu lassen, um das Virus „jetzt entscheidend einzudämmen“. „Vor dem Hintergrund, dass bis zu zehn Prozent der Bevölkerung bereits Kontakt mit dem Virus gehabt haben könnten und voraussichtlich über eine sehr stabile Immunantwort verfügen und vor dem Hintergrund, dass das Virus mutiert, ist keine Panik geboten“, teilte die Universität zudem mit.

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